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Quickborner Tageblatt

22. Oktober 2017 | 19:55 Uhr

Ellerau : Kunst ins öffentliche Licht gerückt

vom
Aus der Redaktion des Quickborner Tageblatts

Erfolgreiche Bilder-Ausstellung der SPD Ellerau im Bürgerhaus. Fünf Künstler aus drei Generationen präsentieren ihre Werke.

shz.de von
erstellt am 04.Apr.2016 | 13:00 Uhr

Ellerau | Das Kultur-Ereignis lockte bereits bei der Vernissage am Freitagabend mehr als 100 Besucher ins Ellerauer Bürgerhaus. „Was wir heute erleben, ist das Projekt zweier starker Frauen aus unserem Ort. Mit der einen bin ich verheiratet und die zweite Frau ist Regina Grube, die Tochter des verstorbenen Ehrenbürgermeisters Emil Schmelows, um den es in dieser Ausstellung im Wesentlichen geht“, waren die Begrüßungsworte von Bürgermeister Eckart Urban (SPD). Zu der Ausstellung hatte die Ellerauer SPD eingeladen.

Urban erinnerte sich daran, seinen Vorgänger im Amt seit 1985/86 zu kennen. „Damals haben wir uns über die anstehenden Aufgaben in der Gemeinde unterhalten“, berichtete er. Dem CDU-Politiker sei der Ruf voraus geeilt, dass er vieles von dem, was er sich in den Kopf setzte auch realisierte. Die Ausstellungs-Initiatorin Gerti Urban ergänzte in ihrer Ansprache, dass für sie „die Entdeckung der Familie als gesamtkünstlerisches Projekt“ eine riesengroße Überraschung gewesen sei. Emil Schmelow sei nicht nur zeitlebens ein Kommunalpolitiker mit Leib und Seele gewesen, er habe als begnadeter Künstler ein umfangreiches Werk geschaffen. 1921 in Ostpreußen geboren, begann er nach dem Krieg in Ellerau zahlreiche Bauernhäuser, die Kirche und andere Orts-Motive zu malen.

Das sei aber nur ein Teil seiner Kunst, denn es gebe auch Bilder von ihm, die aus der Erinnerung an Schmelows masurische Heimat entstanden. „Seine Darstellungen des Wolken-Himmels und das Spiel mit dem Licht berühren jeden Betrachter. Dass wir in Ellerau so etwas Schönes präsentieren können, macht mich stolz“, so Gerti Urban. Unter den zahlreichen Gästen zeigte sich auch Quickborns Erster Stadtrat Klaus-Herinrich Hensel (CDU) beeindruckt. „Emil Schmelow ist jemand, den ich aus der Nachbarschaft viele Jahre in der Kommunalpolitik begleitet habe. Nun erfahre ich zu meiner Überraschung, dass er auch andere Fähigkeiten besaß, wodurch mein Interesse für diese Kultur-Veranstaltung noch gesteigert wird.“

Die Hommage wurde ergänzt und abgerundet durch das künstlerische Schaffen von vier Nachfahren des Ellerauer Ehrenbürgermeisters: Tochter Regina Grube, ihre Kinder Pascal und Natalie Willsch sowie Neffe Tim Schmelow. Die umfangreiche Gesamtschau schmückte nicht nur die Wände im großen Saal, auch die Nebenräume waren mit einbezogen. Ständig voll besetzt war ein provisorischer kleiner Kino-Raum, in dem Tim Schmelow seinen computeranimierten Kurzfilm „Pionier“ vorführte. Es handelt sich dabei um eine Abschluss-Arbeit seines Studiums an der Hamburger Akademie für Gestaltung, erklärte Regina Grube. „Tim hat für diesen Film die Note eins bekommen.“

Der 37-jährige Pascal Willsch widmet sich der modernen Malerei in unterschiedlichen Genres und Maltechniken. An der Rückwand der Bühne waren drei Pop-Art-Konterfeis seiner Mutter ausgestellt, außerdem bildete ein modernes Bildnis seines Großvaters auf der Staffelei einen starken Anziehungspunkt. Natalie Willsch, die in Bad Honnef studiert, hatte eine Reihe Kohle-Portraits und zwei großformatige Acryl-Bilder ausgestellt. Ihre Mutter präsentierte Landschafts-Zeichnungen und ein mit Rötelstift gezeichnetes Puppenpaar. Musikalisch untermalt wurde die Vernissage von dem jungen und vielfach ausgezeichneten Ellerauer Pianisten Christian Wermter, der einige Kostproben seines Könnens präsentierte: von der Klassik mit Vivaldis „Sommer“ bis zum Erfolgssong „Hello“ von Adele.

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