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Quickborner Tageblatt

24. August 2017 | 13:18 Uhr

Quickborn : Kunst am Umspannwerk

vom
Aus der Redaktion des Quickborner Tageblatts

Der Hamburger Graffiti-Künstler Stefan Scozstak verschönert die Vorderfront des Umspannwerkes im Auftrag der Stadtwerke.

Quickborn | So manchem Autofahrer oder Spaziergänger mag es schon aufgefallen sein – seit einigen Wochen erstrahlt das ehemals triste Umspannwerk im Justus-von-Liebig-Ring in bunten Farben.

„Es gab viel positive Resonanz“, sagt Jeannine Kuper von den Stadtwerken. „Viele haben gesagt, es sei toll, dass endlich etwas verändert wurde“. Denn das Kunstwerk gegenüber der alten Schokoladenfabrik entstand nicht etwa in einer Nacht- und Nebelaktion. Der junge Künstler Stefan Scozstak entwarf das Motiv im Auftrag der Stadtwerke.

Zwei Wochenenden habe er dafür gebraucht, erklärt der gebürtige Eckernförder, den es vor fünf Jahren nach Hamburg verschlagen hat. „Dort habe ich im vergangenen Jahr mein Studium in Kommunikationsdesign abgeschlossen“, so der 28-Jährige.

Nicht ganz einfach war das Unterfangen in der Eulenstadt. Denn nicht nur mit dem Wetter musste er kämpfen – auch der Zutritt zum Gelände des Umspannwerks ist eigentlich nicht gestattet. „Wir haben ihm natürlich immer aufgeschlossen, so dass er offiziell und mit Genehmigung sprayen konnte“, so Kuper.

Bei der Motivwahl hatte der Künstler freie Bahn. „Ich habe mich natürlich erst einmal informiert – im Internet, über die Bildersuche“, so Scozstak. Links auf der Gebäudewand prangt jetzt das Wappentier der Stadt – das größte Motiv. „Außerdem sind das Himmelmoor, aber auch die Marienkirche eingeflossen“, sagt er. Und natürlich hat auch das Thema Strom seinen Platz in der Komposition bekommen. Aufmerksam wurden die hiesigen Stadtwerke auf den Hamburger, weil er bereits für die Stadtwerke in Glückstadt eine öffentliche Fläche verschönert hatte.

„Wir sind da vernetzt und bekommen es mit, wenn in anderen Orten etwas passiert“, sagt Kuper. Scozstak selbst kreiert bereits seit einigen Jahren Auftragsarbeiten. „Davor habe ich selbst auf legalen Flächen gesprüht“, erklärt er.

Eigentlich sei er inzwischen Fotoassistent in der Hansestadt – aber sprayen bleibt seine Leidenschaft. „Während ich hier gearbeitet habe, waren die Menschen sehr interessiert an dem, was ich tu“, so Scozstak. „Ich habe schon einige Anschlussaufträge bekommen.“

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erstellt am 06.Okt.2014 | 10:00 Uhr

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