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Quickborner Tageblatt

19. August 2017 | 04:36 Uhr

Quickborn : Kritik an Kostenexplosion

vom
Aus der Redaktion des Quickborner Tageblatts

Der Streit um die Kostenexplosion bei der Sanierung des Schulzentrums Süd in Quickborn schlägt weiter hohe Wellen: So fordert die CDU von Bürgermeister Thomas Köppl (CDU), Konsequenzen zu ziehen.

Quickborn | Die Quickborner CDU spricht von einem „Debakel“ und „absoluten Unverständnis“. Es sind die verbalen Reaktionen auf die Mitteilung der Verwaltung im Juli, dass die Sanierung des Schulzentrums Süd samt Sporthalle statt der bisher veranschlagten 9,7 nun 17,8 bis 18,8 Millionen Euro kosten wird. Ursprünglich waren 4,4 Millionen Euro veranschlagt worden. (Diese Zeitung berichtete)

„Dass die von der Verwaltung über Jahre vorgelegten Zahlen sich nun als völlig falsch erweisen und die Gesamtkosten sich verdoppeln sollen, ist unfassbar. Unserer Meinung nach muss solch ein Debakel Konsequenzen nach sich ziehen – welche das sind, liegt zunächst in der Hand des Bürgermeisters“, so Katrin Schönebein (CDU), Vorsitzende des Ausschusses für Schule, Kultur und Sport, in einer Pressemitteilung.

Konsequenzen wird es laut Bürgermeister Thomas Köppl (CDU) nicht geben. Er weist die Vorwürfe zurück: „Es gab zuvor kein Bauprogramm und somit auch keine Kostenkalkulation. Bei den Zahlen handelte es sich um Kostenschätzungen. Niemand ist schuld “, erläuterte der Verwaltungschef auf Anfrage dieser Zeitung. Es hätte auch keinen Sinn gemacht, vor fünf Jahren ein Gutachten, das die Kosten ermittelt, in Auftrag zu geben. Köppl halte das für rausgeschmissenes Geld, weil sich die Kosten bis heute wieder geändert hätten. Die Politik müsse nun entscheiden, was notwendig sei.

Auch die anderen Fraktionen forderten bereits die Verwaltung auf, die entstandenen Mehrkosten detailliert aufzuschlüsseln und auszuarbeiten. Ferner soll aufgeführt werden, welche Konsequenzen sich durch Verschiebungen einzelner Teilbereiche ergeben würden. Es sei Fakt, so die CDU in ihrer Mitteilung, dass das derzeit ermittelte Finanzvolumen zur Sanierung des Schulzentrums und der Sporthalle von der Stadt Quickborn in dem veranschlagten Zeitraum bis 2018 nicht finanziert werden könne. Zu diesem Zeitpunkt sollte die Sanierung laut Plan abgeschlossen und die Goethe-Grundschüler in das Schulzentrum Süd umgezogen sein. Die Christdemokraten betonen, dass sie weiterhin zu der Sanierung des Schulzentrums Süd und dem beschlossenen Raumkonzept stehen.

Sitzung: Die Mitglieder des Ausschusses für Bildung, Kultur und Freizeit  sowie das  Gremium für kommunale Dienstleistungen treffen sich am Donnerstag,  14. August, zu einer Sondersitzung. Thema: Festlegung der  Sanierungsvarianten für die Sporthalle Heidkamp. Beginn ist um 19 Uhr in der Mensa der Comenius-Schule Quickborn (Neubau), Am Freibad 3-11.
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erstellt am 07.Aug.2014 | 12:00 Uhr

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