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Quickborn : Krämer kritisiert Köppl als autoritär

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Aus der Redaktion des Quickborner Tageblatts

FDP-Bürgermeisterkandidatin stellt sich im Renzeler Dorfgemeinschaftshaus vor. Fast 30 Besucher. Engagierte Diskussion.

shz.de von
erstellt am 18.Mär.2016 | 14:00 Uhr

Quickborn | Annabell Krämer (FDP) hat den Führungsstil von Bürgermeister Thomas Köppl (CDU) als „autoritär“ kritisiert. „Die Stadtverwaltung ist gut aufgestellt, aber wir könnten noch zielführender zusammenarbeiten, wenn die Leute dort noch mehr Freude an der Arbeit hätten“, sagte sie am Mittwochabend vor etwa 30 Besuchern im Renzeler Dorfgemeinschaftshaus.

Die 44-Jährige wird bei der Bürgermeisterwahl am Sonntag, 24. April, gegen Köppl antreten. In Renzel präsentierte sie ihr Konzept. Gäste fühlten ihr fast zwei Stunden lang auf den Zahn. Krämer zieht mit drei Schwerpunkten in den Wahlkampf: 1. Vertrauensbildung in die Leistungsfähigkeit der Stadt, 2. Förderung kultureller und wirtschaftlicher Vielfalt, 3. Chancen für künftige Generationen erhalten.

Krämer kündigte an: Sie wolle einen anderen Leitungsstil im Rathaus einführen. „Ich möchte vertrauensvoll und respektvoll mit einer offenen Kommunikation führen“, betonte die zweifache Mutter. Sie bemängelte eine Konzentration der Entscheidungskompetenz auf den Bürgermeister. 14 Fachbereiche seien zu viel. Stattdessen würde sie vier oder fünf Verwaltungsangestellten Entscheidungskompetenzen übertragen. Das Vertrauen der Bürger will Krämer durch jährliche Einwohnerversammlungen gewinnen. Die letzte liege lange zurück, beklagte sie.

Als Bürgermeisterin werde die Diplom-Kauffrau dem Rat Sparvorschläge unterbreiten: Ihrer Auffassung nach müsse das Rathaus nicht an jedem Wochentag bis 18 Uhr und sonnabends für das Publikum geöffnet werden. Die Preise für das Freibad und Erwachsenensprachkurse an der Volkshochschule könnten angezogen werden. Eine Familiensaisonkarte für 70   Euro und Semestergebühren von 40 Euro seien nicht teuer. „Wer es sich leisten kann, soll mehr bezahlen. Das ist besser, als Steuern zu erhöhen“, sagte sie. Ermäßigungen wolle sie aber beibehalten.

Die Ansiedlung von Gewerbe sollte die Stadt gezielt steuern. Quickborn brauche nicht weitere Liefer-, sondern Produktionsbetriebe. Um Familien und damit Einkommensteuerzahler anzuziehen, müsse die Stadt mit günstigen Investoren erschwinglichen Wohnraum schaffen. Zur Förderung des Einzelhandels schlug Krämer eine Einbahnstraßenregelung in der Bahnhofstraße vor. Dadurch ließen sich mehr Parkplätze ausweisen. Den Wochen- und Weihnachtsmarkt würde sie versuchsweise in die Bahnhofstraße verlegen. Auf die Frage nach dem Anschluss des Dorfes an das Breitband-Internet riet Krämer zu einem neuen Anlauf. Sie räumte ein: Mit so vielen Fragen hatte sie nicht gerechnet.

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