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Effizienzgutachten : Köppl freut sich über das Ergebnis

vom
Aus der Redaktion des Quickborner Tageblatts

Quickborns Bürgermeister wertet das Gutachten über die Verwaltung positiv. Die Ratsfraktionen melden intensiven Beratungsbedarf an.

Quickborn | Der kleine Sitzungssaal im Quickborner Rathaus war am Donnerstagabend rappelvoll. Zusätzliche Stühle wurden hereingebracht, damit auch alle Fachbereichsleiter Platz nehmen konnten. Thema im Hauptausschuss: das Effizienzgutachten über die Verwaltung. Allevo-Geschäftsführer Stephan Metz und seine Mitarbeiterin Nathaly Dahms, die mit der Analyse betraut worden waren, gingen in einem zweistündigen Vortrag auf die wichtigsten Ergebnisse ein.

Das Quickborner Tageblatt hatte die fast 200 Seiten lange Expertise den Lesern bereits vorgestellt: Im Wesentlichen kommen die Gutachter zum Schluss, dass die Quickborner Verwaltung wirtschaftlich und effizient arbeitet. Unterm Strich fehlen rund fünf Stellen, aber sechs könnten auch nicht schaden.

Für Bürgermeister Thomas Köppl (CDU) und seine Verwaltung kommt das Gutachten einem Zeugnis mit lauter Einsen und Zweien gleich: „Wir sind mit dem Ergebnis zufrieden. Auch wenn man nicht alles umsetzen wird, schärft es den Blick“, sagte Köppl gestern. Das Gutachten zeige, „dass wir mit Steuergeldern sparsam umgehen“. Die Politik müsse nun entscheiden, ob man freiwillige Ausgaben kürzen solle. Hintergrund: Die Gutachter merkten an, dass die Stadt mehr freiwillige Leistungen anbiete als Kommunen gleicher Größenordnung.

Die Ergebnisse des Gutachtens muss die Politik erst einmal verdauen, denn es ist kein Geheimnis, dass mit der Analyse Sparpotenziale generiert werden sollten. Doch stattdessen würden 300.000 Euro fällig, um die fehlenden Stellen zu besetzen.

Wie bewerten die Fraktionen die Ergebnisse? „Zur Bewertung der Ergebnisse fehlt uns noch der Abgleich der im Rahmen der Verwaltungsgemeinschaft zusätzlich erhaltenen personellen Ressourcen mit dem tatsächlichen Bedarf. Wie verteilen sich die fehlenden Kapazitäten auf die einzelnen Gemeinden Hasloh, Bönningstedt und Quickborn?“, führt FDP-Fraktionsvorsitzende Annabell Krämer aus. Insgesamt seien die Liberalen über das bislang vorliegende Ergebnis nicht überrascht gewesen. „Es war für uns nie zweifelhaft, dass die Verwaltungsmitarbeiter ihre übertragenen Aufgaben effizient erfüllen. Die FDP hat sich seinerzeit für eine andere Zieldefinition des Effizienzgutachtens eingesetzt. Wir hätten eine Untersuchung, die analysiert, welche Aufgaben für eine funktionierende Verwaltung entbehrlich sind, bevorzugt“, sagte Krämer. Die FDP konnte diese Zielsetzung damals nicht durchsetzen.

Kürzer fallen die Stellungnahmen von CDU und SPD aus: „Wir werden zunächst in den Ausschüssen und der Fraktion beraten. Ab dem 14. April werden wir in der Lage sein, eine Stellungnahme abzugeben“, sagte CDU-Sprecher Bernd Weiher. Und die SPD will abwarten, bis die Mitarbeiter in der Verwaltung informiert worden sind, so SPD-Ortsvereinsvorsitzender Eckhard Schramm.

Für eine qualifizierte Stellungnahme sei es noch zu früh, sagte auch Heinrich Kut, Fraktionsvorsitzender der Grünen. „Wir verfügen über dieses sehr umfangreiche und detailreiche Gutachten erst seit wenigen Tagen. Wir werden uns auf der nächsten Fraktionssitzung mit diesem Thema befassen. Ich sehe auch keine Eilbedürftigkeit in der Sache. Hier geht Gründlichkeit vor Geschwindigkeit“, so Kut. Er merkte an: „Es ist die Aufgabe des Bürgermeisters, die Verwaltung zu organisieren. Die Kompetenz und Verantwortung liegt allein beim Verwaltungschef.“ Es sei aber sicher kein Fehler, wenn er in seine Entscheidungsfindung sowohl die Mitarbeiter als auch die Politik einbeziehe.

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erstellt am 22.Feb.2014 | 12:00 Uhr

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