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Quickborner Tageblatt

20. Oktober 2017 | 06:17 Uhr

Köppl: Diese Kritik ist überzogen

vom

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erstellt am 17.Aug.2013 | 03:14 Uhr

Quickborn | Zu den kritischen Stimmen im Ausschuss für kommunale Dienstleistungen über den Zustand des Bauhofs (diese Zeitung berichtete), die besonders die Ausschussmitglieder Karl-Heinz Marrek und Wolfgang Tröger (beide SPD) äußerten, nimmt jetzt Bügermeister Thomas Köppl (CDU) Stellung.

Die vorgetragene Kritik der beiden sei in der Sache überzogen, im Stil absolut unangemessen und müsse an die eigene Adresse zurückgehen, so Köppl. Besonders Marrek war es, der in der Sitzung am vergangenen Dienstag die Situation für die Bauhofmitarbeiter in den Räumlichkeiten an der Kieler Straße bemängelte. Marrek bezeichnete den Zustand als "menschenunwürdig".

"Tatsache ist, dass die Aufenthalts- und Umkleideräume im Bauhof nicht dem heutigem Standard entsprechen. Bemerkenswert ist, dass Herr Marrek als Politiker im Ausschuss für Kommunale Dienstleistungen seit sechs Jahren unter anderem auch für den Bauhof Verantwortung trägt", so Köppl. Marrek betonte am Dienstag, dass er als Kommunalpoliter nicht dafür zuständig sein wolle, dass Menschen unter Umständen, wie sie im Bauhof herrschen, arbeiten müssen. Dem entgegegnet Köppl nun: "Sie waren lange zuständig und sind es noch." Der von Marrek kritisierte Fachbereichsleter Thomas Vorberg, von dem er ein " zukunfts fähiges Konzept" für die Einrichtung forderte, sei erst seit einem Jahr dabei.

Köppl weist zudem darauf hin, dass in der Sitzung des Ausschusses im November 2012 kein "menschenunwürdiger Zustand" festgestellt wurde. "Es besteht Sanierungsbedarf, dies ist unbestritten. Die Politik hat sich einen Beschluss über bauliche Investitionen vorbehalten." Im Bestreben, zunächst funktionsfähige Schulen herzustellen, hätten die Sozialräume für den Bauhof deshalb nicht im Vordergrund gestanden.

Richtig sei, dass konzeptionelle Fragen zum Bauhof in einer Sitzung am 1. November 2012 gestellt wurden. Diese seien mit einer Beratungsvorlage beantwortet und seien Grundlage für die Beratung in einer Ausschusssitzung zwei Wochen später gewesen. "Herr Marrek war leider nicht anwesend. Weitere Arbeitsaufträge durch die politischen Gremien liegen zu diesem Thema nicht vor", so Köppl weiter.

Als "abwegig" bezeichnet der Bürgermeister die Investitionen in die technische Ausstattung des Bauhofs mit der Forderung nach der räumlichen Unterbringung zu verknüpfen. Marrek machte in der Sitzung am Dienstag deutlich, dass er nichts über "irgendwelche Fahrzeuge" beschließe so lang keine Lösung für den Bauhof da sei. "Ich kann mir nicht vorstellen, dass wir für das Elsenseegymnasium keine Lehrmittel bestellen, bis wir absolute Klarheit über das Raumkonzept und das Sanierungsprogramm haben."

Köppl verweist in diesem Zusammenhang auf die knappen Haushaltsmittel Quickborns: "In absehbarer Zeit wird die Stadt nur das absolut Notwendige tun können. Dazu gehören auch angemessene Sozialräume, aber auch ein funktionierender Winterdienst. Ein Baukonzept, wie von Herrn Marek gefordert, wird die Verwaltung nicht bis zum Jahresende liefern. Es gibt dafür in Zeiten nicht vorhandener Finanzmittel keinen Zeitdruck. Bevor Arbeitskapazitäten gebunden werden, ist im Übrigen ein Gremienbeschluss notwendig."

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