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Quickborner Tageblatt

20. August 2017 | 21:38 Uhr

Hasloh : Knapper Etat für Seniorenausfahrt

vom
Aus der Redaktion des Quickborner Tageblatts

Kürzung im Haushalt: Sozialausschuss diskutiert über drastische Erhöhung des Preises und konzeptionelle Neuausrichtung

Die Zahlen, die die Hasloher Sozialausschussvorsitzende Anne Worthmann (CDU) in einer Grafik an die Wand projizierte, sprachen eine deutliche Sprache: Der Etat für die Seniorenausfahrt und die Weihnachtsfeier der älteren Mitbürger wurde von 8000 Euro auf 6000 Euro gekürzt. Damit war allen Ausschussmitgliedern klar: Eine Ausfahrt, wie sie noch im vergangenen Jahr mit 140 Personen stattgefunden hatte, wird es in diesem Jahr nicht mehr geben – es sei denn, der Eigenanteil der Senioren würde drastisch angehoben.

Das hat in Bönningstedt dazu geführt, dass jetzt nur noch ein Bus voll wird, statt wie früher vier, “, warnte Jürgen Zdora, stellvertretender Vorsitzender des Bönningstedter Seniorenbeirats, der auf Einladung des Ausschusses von den Erfahrungen der Nachbargemeinde berichtete. Der Vorschlag von Ilka Schmidt (CDU), Bedürftigen einen Zuschuss zu gewähren, wurde jedoch rasch verworfen: zu hoch sei sowohl die Hemmschwelle als auch der bürokratische Aufwand.

„Wenn wir eine Kaffeefahrt anbieten, müsste der Eigenanteil nicht so drastisch steigen – der Sprung von 15 Euro auf 23 oder sogar 27 Euro ist einfach zu hoch“, sagte Beate Haines (SPD). Sie gab damit der Debatte eine entscheidende Wendung: Statt weiter zu überlegen, wie eine Ausfahrt mit Mittagessen, Kaffeetrinken und einem Museumsbesuch oder einer Schifffahrt zu finanzieren sei, wurde Marie-Christine Lassé (FDP) beauftragt, nach Ausflugszielen zu suchen, die nicht weiter entfernt sind als eine Stunde Busfahrt und darüber hinaus Möglichkeiten bieten, einen Nachmittag mit Kaffee und Kuchen zu verbringen.

Zuvor hatten die Politiker darüber beraten, wie eindeutige Regeln für die Teilnahme an der Fahrt geschaffen werden könnten. „Das schafft Klarheit“, betonte Lassé. Viel Unmut sei im vergangenen Jahr darüber entstanden, dass sowohl Personen unter 65 Jahren als auch solche teilgenommen hatten, die gar nicht in Hasloh wohnen. „Die Einladung geht ausschließlich an Hasloher, die mindestens 65 Jahre alt sind und ist nicht übertragbar“, schlug Worthmann vor und erntete Zustimmung. Auch darüber, dass Lebenspartner, die nicht in Hasloh wohnen, künftig einen höheren Preis bezahlen sollten, herrschte schnell Einigkeit.

Um allen die gleiche Chance zur Anmeldung zu geben, wird es in diesem Jahr außerdem einen Anmeldestart geben. „Im vergangenen Jahr trafen nicht alle Einladungen am selben Tag ein“, begründete Worthmann die Entscheidung. Seien alle Plätze belegt, werde eine Warteliste erstellt. „Sowohl die Teilnehmer- als auch die Warteliste müssen aus Gründen des Datenschutzes unter Verschluss bleiben“, forderte Worthmann.

Was die Weihnachtsfeier anbetrifft, waren sich die Ausschussmitglieder einig darüber, dass kein Eintritt verlangt werden wird. Als Termin wurde der 14. Dezember festgelegt.

 

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erstellt am 28.Feb.2014 | 16:10 Uhr

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