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Quickborn : Kita-Streik trifft den „Zauberbaum“

vom
Aus der Redaktion des Quickborner Tageblatts

Zehn von 24 pädagogischen Mitarbeitern der städtischen Kindertagesstätte waren im Ausstand.

Quickborn | Ein Warnstreik hat Donnerstag zu einem eingeschränkten Betrieb der städtischen Kindertagesstätte „Zauberbaum“ in Quickborn geführt. Von 24 pädagogischen Mitarbeitern hätten zehn gestreikt, teilte Carsten Möller, Leiter des Fachbereichs Ehrenamt, Kultur und Veranstaltungen, auf Nachfrage mit.

Per Aushang wurden Eltern, die ihre Kinder gestern Morgen in die Einrichtung an der Kampstraße brachten, darüber informiert, dass es aufgrund des Streiks zu „Einschränkungen im Normalbetrieb“ kommen könne. „Bitte haben Sie Verständnis für einen veränderten Tagesablauf!“, lautete Möllers Mitteilung auf dem Schreiben.

Schließlich waren er und Einrichtungsleiterin Edeltraud Wiebe gestern Morgen selbst überrascht und zum Improvisieren gezwungen worden. „Wir wussten ja von dem Streik und hatten einen Plan, der den Betrieb sichergestellt hätte“, berichtete Möller. Gestern früh allerdings seien zwei weitere Ausfälle hinzugekommen. Eine Mitarbeiterin hätte sich kurzfristig zum Streiken entschlossen, eine andere sich krankgemeldet.

„Dies hat dazu geführt, dass wir Eltern bitten mussten, ihre Kinder zu Hause zu betreuen. Dabei lag der Fokus auf den Nicht-Berufstätigen“, erläuterte Möller das Vorgehen. Einige hätten dem Wunsch entsprochen, andere, die schon vor Ort gewesen seien, hätten ihre Kinder wieder mit nach Hause genommen.

Verdi und GEW hatten zum Streik aufgerufen

Zu den Warnstreiks hatten die Gewerkschaften Verdi und GEW die Beschäftigten im kommunalen Sozial- und Erziehungsdienst aufgerufen, um vor den anstehenden Tarifverhandlungen den Druck auf den Verband kommunaler Arbeitgeber zu erhöhen. In Schleswig-Holstein kam es schwerpunktmäßig zu Streiks in Kiel, Lübeck und Neumünster.

Im Kreis Pinneberg war nach Angaben von Verdi-Sprecher Jens Festersen außer der Quickborner Kita noch der Halstenbeker Kindergarten am Bickbargen betroffen. Dort legten demnach 13 Erzieherinnen die Arbeit nieder. In Quickborn war nach Informationen dieser Zeitung nur der „Zauberbaum“ von dem Warnstreik betroffen. In den übrigen sieben Kitas und Kindergärten – allesamt nicht in städtischer Hand, sondern in Trägerschaft der Arbeiterwohlfahrt, des Deutschen Roten Kreuzes, der Johanniter sowie der evangelischen und katholischen Kirchen – herrschte normaler Betrieb. Auch in Ellerau gab es dem Vernehmen nach keine Beeinträchtigungen. „Mir ist nichts zu Ohren gekommen“, erklärte Bürgermeister Eckart Urban auf Nachfrage.

Im Quickborner „Zauberbaum“ sollen die etwa 150 Kinder und Jugendlichen im Krippen- bis Hortalter ab heute in neun Gruppen wieder in vollem Umfang betreut werden. „Ich gehe davon aus, dass der Betrieb wieder läuft wie gewohnt“, erklärte Möller.

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erstellt am 20.Mär.2015 | 10:00 Uhr

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