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Quickborner Tageblatt

18. Oktober 2017 | 11:10 Uhr

Hasloh : Kita-Neubau wird erst später fertig

vom
Aus der Redaktion des Quickborner Tageblatts

Der Bezug der Einrichtung ist jetzt für den Herbst geplant - weitere Verzögerungen sind aber nicht ausgeschlossen. 20 Krippenkinder müssen warten.

shz.de von
erstellt am 19.Feb.2014 | 16:01 Uhr

Hasloh | Was zunächst nur ein Gerücht hinter vorgehaltener Hand war, steht jetzt offiziell fest: Der Einzug in die Räume der neuen evangelischen Kindertagesstätte wird auf keinen Fall im August stattfinden können. „Realistisch ist derzeit Anfang Oktober“, bestätigt Bürgermeister Bernhard Brummund (SPD) auf Anfrage dieser Zeitung. Als Grund nennt er zum einen „Probleme bei der Ausschreibung“, zum anderen einen Domino-Effekt: „Solange Fenster und Türen nicht eingebaut sind, kann der Elektriker nicht loslegen“, nennt Brummund als Beispiel für die Kettenreaktion.

Daniel Schöning vom Hamburger Architekturbüro WRS, der die Bauleitung inne hat, sagt dazu: „Es gab in der Kommunikation ein grundsätzliches Missverständnis: Der Zeitpunkt der Baufertigstellung, der für August angesetzt war, ist nicht gleichzusetzen mit dem Bezugstermin. Die Möblierung und sonstige Inneneinrichtung ist nicht Aufgabe des Architekten.“ Grundsätzlich werde der Bauzeitenplan in erster Linie für die Handwerker erstellt. „Dieser Plan wird zeitlich sehr eng abgesteckt, damit möglichst keine Lücken in der Bauausführung entstehen“, erklärt Schöning.

Zudem werde der Plan so aufgestellt, als ob es keinen Winter gebe. „Witterungsbedingte Verzögerungen von vornherein einzuplanen, ist unmöglich“, so der Bauleiter. Tatsächlich habe im Fall der Hasloher Kindertagesstätte jedoch nicht die Witterung zum Verzug geführt. „Das Aufsetzen des Dachs und das Anbringen der Klinkerfassade waren ursprünglich für November/Dezember geplant“, berichtet er. Doch dann hatte der Hersteller der Klinker Lieferschwierigkeiten, die neuen Steine können erst im März geliefert werden.

„Parallel dazu gab es einen Formfehler bei der Ausschreibung der Sanitäranlagen“, so Schöning. Durch die Wiederholung der Ausschreibung sei viel Zeit verloren worden. „Am Freitag wird der Auftrag erteilt – laut Plan sollen die Arbeiten am Montag beginnen“, sagt der Bauleiter. Jedoch könne niemand erwarten, dass eine Firma, die am Freitag einen Auftrag erhalte, schon am Montag parat stehe. „Es ist ein ganz großes Fragezeichen, wie der Zeitplan jetzt weitergeht“, so Schöning weiter. Möglicherweise würden sich dadurch weitere Verzögerungen nicht vermeiden lassen.

Problematisch ist dies vor allem für die 20 Krippenkinder, die ab August in der Einrichtung betreut werden sollten. „Der Sozialausschuss wird sich mit der Frage beschäftigen, welche Hilfestellungen es von Seiten der Gemeinde geben kann“, kündigt Brummund an.

„Das ist eine doofe Situation für die Eltern“, sagt Kita-Leiterin Michaela Werner. Auch der sorgfältig ausgearbeitete Zeitplan für die Eingewöhnung der Krippenkinder sei mit der Verzögerung hinfällig. Heute Abend wird Werner während eines Elternabends die Betroffenen ausführlich informieren.

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