Schützenvereins Quickborn-Renzel : Kanonenschüsse und Gewehrsalven

Feuer frei: Höhepunkt am Sonnabendnachmittag war das Böllern und Gewehrschießen auf dem Festplatz.
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Feuer frei: Höhepunkt am Sonnabendnachmittag war das Böllern und Gewehrschießen auf dem Festplatz.

30. Western- und Vorderladertreffen des Schützenvereins Quickborn-Renzel mit Programm für die ganze Familie.

shz.de von
10. Juni 2014, 10:00 Uhr

Quickborn | Als 1983 etwa 15 Mitglieder des Schützenvereins Quickborn-Renzel, inspiriert von den historischen Trapper-Treffen Anfang bis Mitte des 19. Jahrhunderts in Amerika, zum ersten Mal zusammenkamen, ahnte sicherlich noch niemand, dass die vereinsinterne Veranstaltung einmal zu einem großen Fest für die ganze Familie werden würde. Doch innerhalb kürzester Zeit fanden sich immer mehr Interessenten aus der näheren und weiteren Umgebung ein. Nach wenigen Jahren wurde die 100er-Marke geknackt. Am Pfingstwochenende waren es etwa 400 Western-Fans, die ihre Tipis auf dem Areal am Harksheider Weg aufgeschlagen hatten. Bei strahlendem Sonnenschein und sommerlichen Temperaturen strömten zudem mehrere hundert Besucher, darunter viele Familien, zum Festplatz.

Die Teilnehmer des Treffens hatten sich traditionell in historische Trachten gekleidet: Indianer mit Ledergewändern und Federschmuck, Cowboys und Trapper mit Stetsons auf dem Kopf und tief hängenden Revolvergürteln, dazu Soldaten in Uniformen der Nord- und Südstaaten und elegante Damen in bunten Kleidern. Hans-Peter Stenger aus Hohenlockstedt, Mitglied bei den Quickborner Schützen, ist mit am längsten bei den Treffen dabei. „Ich habe in den vergangenen 30 Jahren nur drei Treffen wegen Krankheit versäumt“, sagte er. Der 68-Jährige brachte sein gesamtes Waffenarsenal mit: fünf Unterhebelrepetierer, darunter ein seltenes Stück mit dem Namen „Henry“ und der Bezeichnung „One of thousand“, einen Vorderladerrevolver und andere Accessoires.

Auf dem Schießstand wurden Wettbewerbe unter anderem mit Steinschlosspistolen, Perkussionsgewehren und Revolvern ausgetragen. Beim „Quick-Draw Shooting“ galt es, Luftballons mit Wachspropfen zum Platzen zu bringen. Die Vereinsjugend lud zum Mettwurstschießen für Erwachsene ein, bei dem mit dem Luftgewehr aber nicht auf das Fleischprodukt geschossen werden musste: Die Würste waren der Gewinn. Kinder durften sich unter fachkundiger Anleitung im Bogenschießen versuchen. Einer der Höhepunkt war das Kanonenböllern und Gewehrschießen auf dem Festplatz. Da mussten sich die Zuschauer kräftig die Ohren zuhalten, als es „Feuer frei!“ hieß. Am Sonnabendabend wurde zur Country- und Westernmusik der Gruppe „Nashville City“ kräftig das Tanzbein geschwungen.

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