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Quickborner Tageblatt

11. Dezember 2017 | 02:10 Uhr

Kanonen und rauchende Colts

vom

shz.de von
erstellt am 21.Mai.2013 | 01:14 Uhr

Quickborn | Sie nennen sich "Bachmannss Battery", wie die deutschstämmigen Bürger, die sich 1862 in South Carolina zur Zeit des Amerikanischen Bürgerkriegs als Artillerie-Truppe organisierte. Bei der berühmten Schlacht von Gettysburg waren sie nicht dabei, wohl aber beim 29. Western- und Vorderladertreffen in Quickborn. "Geschützführer" Torsten Fricke, "Corporal" Björn Dierksen und "Kanonier" Alf Angermüller gehörten zu den mehr als 500 Teilnehmern, die sich am Pfingstwochenende auf dem Areal des Schützenvereins Quickborn-Renzel tummelten. Cowboys, Indianer, Trapper, Soldaten, Abenteurer und fahrende Händler - es war wieder ein buntes Völkchen im Camp am Harksheider Weg.

Das Trio, das zur Gruppe "Die Westerner" der Bremer Schützengilde gehört, hatte ein schweres Geschütz aufgefahren: einen Nachbau einer Sechspfünder Howitzer Haubitze. "Die Reichweite beträgt bei einer Vollkugel etwa 1000 Meter, wir schießen aber nicht scharf", betonte "Geschützführer" Fricke. Beim Böllern zum Abschluss der Veranstaltung kam die Haubitze zum Einsatz, jedoch nur mit Pulver und ohne Kanonenkugel.

Die ersten Teilnehmer hatten bereits einige Tage vor dem offiziellen Startschuss ihre Tipis aufgebaut. Mit von der Partie waren Westernfreunde aus fast ganz Deutschland sowie dem benachbarten Ausland. Die weiteste Anreise hatte eine vierköpfige Gruppe aus Schweden hinter sich. "Wir hatten von einem Freund aus Hamburg erfahren, dass in Quickborn ein großes Treffen stattfindet", erzählten sie. In einem riesigen Zelt boten die Cowboys aus dem Land der Elche Gürtelschnallen, Stiefel, Uniformen und andere Ausrüstungsgegenstände aus der Zeit des Amerikanischen Bürgerkriegs an.

Auf dem Schießstand traten Frauen und Männer zu Wettbewerben mit Steinschlossgewehren, Schwarzpulver-Hinterladern, Unterhebelrepetierern und Perkussionspistolen an. Beim "Quickdraw Shooting" galt es, mit Wachspropfenmunition auf Luftballons zu schießen. Sobald eine Lampe aufleuchtete, mussten die Cowboys ihre Revolver so schnell wie möglich aus den Holstern ziehen und insgesamt drei Schüsse abfeuern. Selbstverständlich waren stilechte Kleidung, aber auch Gehör- und Augenschutz beim Schießen Pflicht.

Etwas leiser ging es beim Bogenschießen auf der Außenanlage zu. Und auch Kinder durften sich im Umgang mit Pfeil und Bogen versuchen. Vier Hortgruppen aus Halstenbek und Pinneberg wurden von Mitgliedern des Schützenvereins in das Fährtenlesen eingewiesen. Viel Spaß hatten die Mädchen und Jungen auch beim Hufeisenwerfen und Gold waschen. Am Sonnabend wurde ein Lagerfeuer entfacht. Die Gruppe "Headlight" sorgte mit Country- und Westernmusik für Stimmung.

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