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Erst geärgert, dann Turnier gegründet : Ju-Jutsu-Trainer John Darboven organisiert den Benefiz-Fußball-Pokal in Quickborn

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Aus der Redaktion des Quickborner Tageblatts

„Ich habe mich vor vier Jahren darüber geärgert, dass in der Stadt Plätze zum Fußball spielen abgezäunt wurden“, berichtet der 34-Jährige.

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erstellt am 12.Aug.2015 | 12:00 Uhr

Quickborn | Aus Frustration kann Gutes erwachsen. Den Beweis dafür liefert der Quickborner John Darboven. „Ich habe mich vor vier Jahren darüber geärgert, dass in der Stadt Plätze zum Fußball spielen abgezäunt wurden“, berichtet der 34-Jährige. Doch den Ärger münzte er in Kreativität um – am Ende dieses Prozesses stand ein Benefiz-Fußballturnier für das Haus der Jugend. Am kommenden Sonnabend findet die vierte Auflage statt.

Doch bevor diese Idee entstand, scheiterte ein anderer Versuch, Jugendlichen Fußball spielen abseits des Vereinssports zu ermöglichen. „Ich wollte eine AG gründen, habe aber keine Hallen- und Platzzeiten bekommen“, blickt Darboven zurück, der sich davon jedoch nicht beirren ließ und sich mit der Idee eines Turniers an Stadtjugendpflegerin Birgit Hesse wandte. Von ihr habe er Unterstützung zugesichert bekommen.

Und die zahlt Darboven, der das Turnier mit seinem Ju-Jutsu-Trainerkollegen Ashot Arustamjan organisiert, zurück. Denn 50 Prozent des Erlöses – die Teams zahlen jeweils 30 Euro Startgeld, hinzu kommen Einnahmen aus Getränke- und Essensverkauf – fließen direkt an das Haus der Jugend.

Nach Verrechnung der Ausgaben für Pokale, Zelt, Technik und sonstigen Materialien darf sich die Einrichtung dann über einen weiteren Betrag freuen. „Das Geld kommt der Jugend zugute“, hält Darboven fest und sagt: „Ziel ist es, dass sich die Startgelder irgendwann erübrigen und sich die Veranstaltung von allein trägt. Dafür suchen wir Sponsoren.“

Der vierte Quickborner Benefiz-Fußball-Pokal findet am Sonnabend, 15. August, zwischen 11 und 18 Uhr auf dem Sportplatz der ehemaligen Realschule Heidkamp, Heidkampstraße 8, statt. Ausrichter ist die Ju-Jutsu-Abteilung des Tus Holstein Quickborn. Gespielt wird in den Kategorien „Amateure“ und „Fortgeschrittene“ auf zwei Halbfeldern; die Teams bestehen jeweils aus sechs Feldspielern und einem Torwart. Jedes Team stellt einen Schiedsrichter.  Zwar haben bereits 18 Mannschaften gemeldet, „aber zwei Fortgeschrittenen-Teams würde ich noch zulassen“, sagt Organisator John Darboven. Kurzentschlossene richten ihre Anmeldung an budo-sport@gmx.de

Seit vergangenem Jahr ist der erste im Boot. Ein Unternehmen aus Kaltenkirchen wird auch in diesem Jahr für das Rahmenprogramm sorgen. Darboven und Arustamjan hoffen darauf, dass der Kreis der Unterstützer wächst. So wie ihre Erfahrungen in Sachen Turnierorganisation. „Beim ersten Mal dachten wir, wir machen das mal schnell“, erinnert sich Darboven an die Premiere 2011, bei der elf Mannschaften antraten. „Aber dann haben wir gemerkt: Es fehlt eine ganze Menge.“ Konkret bedeutete das: Bälle. Sie flogen übers Tor, verschwanden im Gebüsch, mussten gesucht werden, Spiele verzögerten sich – der Zeitplan geriet durcheinander. „Wir haben also gelernt, genug Bälle haben zu müssen“, sagt Darboven schmunzelnd. Nächstes Beispiel: Im vergangenen Jahr streckten die Organisatoren das Turnier über zwei Tage – manche Akteure irrten sich im Datum. Es blieb bei einem Versuch, in diesem Jahr konzentrieren sich alle Spiele wieder auf einen Tag.

18 Teams verschiedenster Leistungsniveaus und Herkunft werden am Sonnabend auf dem Sportplatz an der ehemaligen Realschule Heidkamp antreten. „In einigen spielen Flüchtlinge mit“, sagt Darboven erfreut und betont: „Es kostet keinen Eintritt, jeder ist willkommen.“ Für die Verpflegung von Spielern und Gästen sorgen Helfer am Grill und am Getränkestand. Den Aktiven gibt Darboven – ganz im Sinne des Turniers – mit auf den Weg: „Grätschen ist untersagt. Wir wollen alle am Montag wieder zur Arbeit.“

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