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Gronauquerung in Quickborn : Jetzt sollen die Bürger entscheiden

vom
Aus der Redaktion des Quickborner Tageblatts

Ist das die Lösung für den Streit um das Bauprojekt? Die Christdemokraten planen einen Volksentscheid für das kommende Jahr.

shz.de von
erstellt am 26.Okt.2013 | 12:00 Uhr

Die CDU hat die Katze aus dem Sack gelassen: Quickborns Bürger sollen entscheiden, ob die Gronauquerung gebaut wird oder nicht. „Aus Gesprächen wissen wir, dass viele diese Straße wollen“, sagte Doris Torn (CDU). Nur wenige Minuten zuvor hatten SPD, FDP und Grüne im Ausschuss für Stadtentwicklung gegen das Projekt gestimmt. Dabei ging es an diesem Abend eigentlich nur darum, eine Machbarkeitsstudie auf den Weg zu bringen. Die Verwaltung hatte dafür ein umfangreiches Diskussionspapier erarbeitet. Doch die Grünen stellten einen weiteren Antrag, der beinhaltete, dass die Verwaltung das Vorhaben nicht weiter verfolgen soll.

Die Positionen sind klar: Bürgermeister Thomas Köppl (CDU) und die CDU wollen die Umgehungsstraße von Quickborn-Heide in den Ort. „Im Sinne der Menschen, die den Verkehrslärm an der Bahnstraße ertragen müssen“, sagte der Verwaltungschef. Laut eines Verkehrsgutachtens würde eine Gronauquerung zu einer Senkung der Verkehrsbelastung auf der Bahnstraße um etwa 38 Prozent führen. Ausschussvorsitzender Jörn Kruse (CDU) erhoffte sich von der Umgehungsstraße zudem eine Erweiterung des Gewerbegebiets Nord und die Entwicklung des Gewerbegebiets Mitte. „Quickborn bekäme mehr Gewerbesteuern“, sagte Kruse.

SPD und Grüne lehnen das Projekt hauptsächlich wegen dreier Punkte ab. Einer davon ist der Umweltaspekt. Die geplante etwa elf Meter breite Straße würde durch die Gronauniederung – ein ökologisch hochwertiges Schutzgebiet – laufen.

Eckhard Schramm (SPD) hält es aufgrund des Europäischen Gebietsschutzes für dieses Areal nicht für realistisch, dass das Projekt überhaupt genehmigt werde. „Deswegen kann man die 38 000 Euro für die Machbarkeitsstudie gleich sparen“, argumentierte Sonja Kruse (Die Grünen). Außerdem werde das Projekt mit bis zu zehn Millionen Euro schon jetzt teurer geschätzt als zu Beginn mit zwei Millionen Euro. Sie wies auf die hohe Verschuldung der Stadt hin.

Des Weiteren wurde kritisiert, dass der Verkehr über die neue Trasse nur umgelagert werde. Die neue Straße werde täglich mit 11 000 Fahrzeugen belastet. Die FDP ist nicht grundsätzlich gegen die Gronauquerung. Klaus Hensel (FDP) stimmte dennoch dagegen, weil über die Straße auch Schwerverkehr fahren soll. Das lehnt die FDP ab, da die Trasse auch als Schulweg gedacht ist.

Unterdessen wird die CDU am Montag beraten, in welcher Form die Bürger befragt werden sollen. Am 25. Mai 2014, dem Tag der Europawahl, sollen die Quickborner nach dem Willen der CDU per Bürgerentscheid über die Zukunft der Gronauquerung abstimmen.

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