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DRK Quickborn : Jetzt ist alles unter Dach und Fach

vom
Aus der Redaktion des Quickborner Tageblatts

Die Quickborner DRK-Rettungswache wird im kommenden Jahr erweitert. Die Investitionskosten belaufen sich auf bis zu 500.000 Euro.

shz.de von
erstellt am 11.Dez.2013 | 12:00 Uhr

„Die Patientenversorgung vor Ort ist gewährleistet“, sagt Michael Reis, Geschäftsführer der Rettungsdienst Kooperation in Schleswig-Holstein. Es ist Montagmittag, 13 Uhr. Reis und Karl-Heinz Tapken, stellvertretender Vorsitzender des DRK-Ortsvereins, haben gerade einen zukunftsträchtigen Mietvertrag im DRK-Zentrum unterschrieben, der nicht nur den Standort der Rettungswache an der Kieler Straße um weitere 20 Jahre sichert, sondern auch den geplanten Anbau an das Gebäude garantiert.

„Es ist eine papiermäßige Grundsteinlegung“, sagt Tapken scherzhaft. Notwendig ist der Umbau, weil die Zahl der Einsätze gestiegen sei, wie Reis mitteilt. „Es sind 15 bis 20 pro Tag“, informiert er. 2003, als die Wache gebaut wurde, rückten die Einsatzkräfte 1800 bis 2000 Mal jährlich aus. Es sind nicht nur Verkehrsunfälle, die das derzeit 15-köpfige Team beschäftigt. Die Hälfte aller Einsätze betreffen internistische Notfälle wie Kreislaufversagen, Schlaganfälle, oder Herzinfarkte. „Die Bevölkerung wird auch in Quickborn immer älter“, berichtet Tapken.

Anfang 2014 soll mit dem Anbau auf der südlichen Seite begonnen werden. „Es ist eine Verlängerung der jetzigen Wache“, sagt Trutz Heggblum, Pressesprecher des DRK Quickborn. Der Anbau hat eine Fläche von etwa 160 Quadratmetern und ist für das Personal, das auf 25 festangestellte, im Schichtdienst arbeitende Einsatzkräfte aufgestockt werden soll, und den zweiten Rettungswagen vorgesehen, der Anfang des Jahres angeschafft wurde. Es gibt dort Büroräume sowie Ruhe- und Aufenthaltsräume. „Die Wache ist rund um die Uhr besetzt“, so Reis.

Bei der Auftragsvergabe hat man auf Firmen in der Region zurückgegriffen. Das Quickborner Unternehmen Stefan und Axel Schaffarzyk hat die Umbaupläne erarbeitet. Das Baugeschäft Jens Wrage in Ellerau ist für die Erweiterung verantwortlich. Ein Dreivierteljahr werden die Bauarbeiten wohl nach Schätzungen von Reis dauern. Wenn das Wetter mitspielt. Die Kosten liegen zwischen 450.000 und 500.000 Euro. Die finanziellen Mittel bringt der DRK-Ortsverein auf. „Wir haben dafür einen Bankkredit aufgenommen. Das Geld kommt über die Miete rein, die wir von der Rettungsdienst Kooperation erhalten“, erläutert Tapken.

„Wir freuen uns, dass wir das geschafft haben. Quickborn wächst und die Rettungswache wächst“, sagt DRK-Pressesprecher Trutz Heggblum. Mitte des Jahres wurden die Umbaupläne bekannt gegeben. Auf die Zustimmung der Krankenkassen mussten die Verantwortlichen zunächst warten. Doch niemand hat an einer positiven Antwort gezweifelt: „Wir müssen planerisch sicherstellen, dass wir innerhalb von zwölf Minuten am Notfallort eintreffen“, betont Reis. Und das wird mit dem Umbau und den zusätzlichen Mitarbeitern auch garantiert.

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