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„Es war ein sehr harmonisches Jahr“ : Jahresrückblick mit Quickborns Bürgermeister

vom
Aus der Redaktion des Quickborner Tageblatts

Quickborns Bürgermeister Thomas Köppl (CDU) blickt auf das Jahr 2015 zurück und erinnert sich an Überraschungen und Niederlagen.

shz.de von
erstellt am 30.Dez.2015 | 00:32 Uhr

Quickborn | Das abgelaufene Jahr hatte auch in Quickborn seine Höhen und Tiefen. Wir wollten vom Verwaltungschef wissen, was für ihn die Höhepunkte waren. Bürgermeister Thomas Köppl (CDU) über...

...diehärteste Herausforderung:
Thomas Köppl: Die Bewältigung der Flüchtlingssituation war und ist eine enorme unheimliche Herausforderung. Ich bin meinen Mitarbeitern und den ehrenamtlichen Helfern dankbar, dass wir ihr so gut entgegengetreten sind und die gemeinsamen Anstrengungen dazu geführt haben, dass in Quickborn keiner von den Flüchtlingen, aber auch keine Einrichtung und keine Quickborner zu leiden hatten. Das war die herausragende Leistung des Jahres 2015.

...die schwierigste Aufgabe:
Die Sanierung des Schulzentrums-Süd adäquat vorzubereiten, also sowohl für die Grundschule als auch für das Gymnasium zukunftsfähige, gute Räume zu schaffen, ohne den finanziellen Rahmen zu sprengen. Das war ein sehr intensiver Diskussionsprozess in den Gremien.
 

...die größte Erleichterung:
Eine breite Unterstützung in der Bevölkerung und auch durch die Politik Das konstruktive Miteinander von Politik und Verwaltung – mit sehr viel Unterstützung aus der Bevölkerung. Es war ein sehr sachliches und , sehr harmonisches Jahr, sehr mit zielorientierter Arbeit und ohne persönliche Angriffe. Das war sehr angenehm. Der Umgang war immer sehr höflich und respektvoll, das kann ich auch aus Sicht der Verwaltungsmitarbeiter sagen. Die Stimmung in Quickborn war sehr gut. Auch die Diskussionen um die Umzüge der Privatschule und der Goethe-Schule und die Demonstration – das waren ein Beispiele für gute demokratische Kultur.

...die positivste Überraschung:
Dass wir den Umzug der Privatschule doch noch hingekriegt haben – mit sehr viel Unterstützung durch die Stadt. Ich hatte gedacht, dass es nicht mehr klappt, aber gemeinsam haben wir es geschafft. Das hat mich wirklich gefreut.
 

...den längsten Arbeitsprozess:
Die Sicherung der Flächen zur Erweiterung des Gewerbegebiets in Quickborn-Heide. Das war ein schwieriger Prozess der Abstimmung mit unserem Partner WEP und den Grundstückseigentümern. Aber es lief auf allen Seiten sehr professionell. Im August 2014 haben wir schon die Eckdaten besprochen, aber es hat dann noch ein gutes Jahr gedauert, bis wir es rund hatten. Das Projekt hat wirklich Zeit und Mühe gekostet. Jetzt wird der B-Plan erstellt.

...dieweiteste Dienstreise:
Die wäre nach München zu einer Immobilienmesse gewesen, ist aber ausgefallen, weil ich krank war. Ansonsten in unsere Partnerstadt Malchow – sage und schreibe 250 Kilometer eine Strecke (lacht). Ansonsten bin ich im Monat zirka 1000 bis 1500 Kilometer im Land Schleswig-Holstein unterwegs. Denn Quickborner Interessen wahrzunehmen bedeutet eben auch, vernetzt zu sein.

...die größte politische Niederlage:
Die sehe ich nicht. Es gab keine politische Niederlage in den Gremien und auch keinen großen persönlichen Erfolg, sondern einen gemeinschaftlich erarbeiteten Konsens. Außerdem wäre es falsch, sich irgendetwas auf die Fahnen zu schreiben. Quickborn kann stolz darauf sein, dass es alle Beteiligten immer darum ringen, die beste Lösung hinzubekommen. Es wird nichts leichtfertig entschieden und aber vieles gemeinsam entschieden.

...diedringlichsten Aufgaben 2016:
Weiter dafür zu sorgen, dass wir die uns zugewiesenen Flüchtlinge unterbringen, die kommen, die Gewerbegebiete zu entwickeln, da unsere Flächen mittlerweile erschöpft sind, und die Fortsetzung der Schulzentrumssanierung. Das sind unsere dringlichsten Aufgaben. Außerdem müssen wir sehen, dass wir mit der Schaffung von Kinderbetreuungsplätzen hinterherkommen.

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