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Interview : Investitionen für zig Millionen Euro

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Aus der Redaktion des Quickborner Tageblatts

Interview mit Jörn Kruse (CDU): Dem Ausschuss ist es wichtig, dass wir im Bereich Schokofabrik schnell vorwärtskommen.

shz.de von
erstellt am 09.Mai.2014 | 12:00 Uhr

Welchen Sinn hat eine Prioritätenliste?
Der Sinn ist, die zu erledigenden Arbeitsaufgaben beziehungsweise Projekte nach ihrer Dringlichkeit und Wichtigkeit für die Stadt Quickborn zu priorisieren. Die Politik gibt der Verwaltung damit den Rahmen für das laufende Jahr vor.

Seit wann werden in Quickborn Prioritätenbeschlüsse gefasst?
In dieser strukturierten Form seit Januar 2008. Es war der Wille des damaligen Ausschusses für Planung und Bau. In diesem Zusammenhang gilt, dass die Prioritätenliste regelmäßig zu überprüfen ist und gemäß den aktuellen Erfordernissen fortzuschreiben ist. In der Regel führt der Fachausschuss die Beratung und Beschlussfassung für das aktuelle Jahr im Januar durch.

Führen andere Gemeinden auch solche Listen?
Ob andere Gemeinden das auch in dieser Art und Weise durchführen, ist mir nicht bekannt. Sicher werden andere Gemeinden die Prioritäten für Planungen in einer bestimmten Weise vornehmen.

Wer bestimmt die Prioritäten?
Die Verwaltung unterbreitet Vorschläge für die Prioritäten. Die Beratungen finden dann im Ausschuss für Stadtentwicklung statt. Dann fasst der Ausschuss einen Beschluss über die Planungsprioritäten. Die Festlegung der Rangfolge erfolgt durch die Politik. Die Politik ist letztlich also der Bestimmer.

Welche Kriterien werden angewendet?
Grundsätzlich steht das Gemeinwohl der Stadt Quickborn im Vordergrund. Wesentliche Aspekte bei der Priorisierung der Projekte sind Dringlichkeit und Wichtigkeit für die Stadtentwicklung. Es spielen viele Faktoren eine Rolle, zum Beispiel der unterschiedliche Bedarf an Wohnraum oder Infrastruktur.

Warum hat das Gelände Munitionsfabrik keine so hohe Priorität?
Das Projekt ist in der Rangfolge noch nicht an der Reihe. Wir haben noch laufende Projekte, die erstmal zum Ende kommen müssen. In den nächsten Jahren wird die Fläche sicher ganz oben in der Prioritätenliste stehen.

Der Investor soll bereits Pläne vorliegen haben. Kennen Sie diese?
Mir ist bekannt, dass die Investoren einen Entwurf für die Überplanung der Fläche vorliegen haben.

Die Liste ist lang. Werden alle Projekte angeschoben und fertig gestellt?
Die Projekte in Prio 1 werden alle angeschoben. Deshalb haben wir ja die Prioritätenliste. Es werden jedoch nicht alle Projekte fertig gestellt sein, da die Ausführungen länger als ein Jahr dauern.

Welches sind Ihre favorisierten Projekte?
Es geht nicht danach, was der Vorsitzende des Ausschusses favorisiert, sondern was gut für Quickborn ist. Dem Ausschuss ist es wichtig, dass wir im Bereich Schokofabrik schnell vorwärtskommen und eine neue Lösung für eine Entwicklung finden. Auch die Entwicklung der Fläche „Getrudenhof“ möchte der Ausschuss vorantreiben. Deshalb sind diese Punkte auch ganz oben auf der Prioritätenliste. Bei dem Thema Ortsteilverbindungsstraße mit Fußweg und Radweg gibt es bekanntlich unterschiedliche Meinungen in der politischen Landschaft. Hier gilt es, das Ergebnis der Machbarkeitsstudie abzuwarten. Das Ergebnis dieser Untersuchung wird Mitte 2014 vorliegen.

Um welches Investitionsvolumen geht es bei den Vorbereitungen beziehungsweise Planungen?
Bei den Gesamtprojekten beläuft sich das Investitionsvolumen auf mehrere Millionen Euro.

Die geplante Privatschule taucht auch auf der Liste auf, obwohl die Johanniter auf dem Schokogelände nicht bauen werden? Warum?
Es handelt sich nur um einen Erinnerungswert. Eine Priorität für eine Bauleitplanung ist nicht vergeben. Somit zurzeit faktisch nicht von Bedeutung.

Stichwort Gronauquerung – was werden Sie tun, wenn das Gutachten negativ ausfällt?
Das ist zurzeit reine Spekulation und an Spekulationen beteilige ich mich nicht.

Sollte es positiv ausfallen, müssten Sie noch die FDP überzeugen. Wie?
Nun warten wir erstmal die Machbarkeitsstudie ab. Ich gehe davon aus, dass die Machbarkeitsstudie auch die Entscheidungsgrundlage der FDP sein wird.

Das will die Stadt 2014 planerisch anpacken: das Schokogelände-Areal sowie das Gewerbegebiet nördlich und westlich des Justus-von-Liebig-Rings. Auf dem ehemaligen Mobilheim-Grundstück ist eine Park&Ride-Anlage vorgesehen. Auch des Gebiet Ärztezentrum sowie das Areal zwischen Friedrichsgaber Straße, Bahnstraße und Lerchenweg und der Famila-Umbau haben für die Stadt Priorität.
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