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"Selbstbewusstes Quickborn" : Initiative gedenkt der Holocaust-Opfer

vom
Aus der Redaktion des Quickborner Tageblatts

"Dieser Tag soll unvergessen sein": Am 27. Januar jährt sich zum 69. Mal die Befreiung von Auschwitz

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erstellt am 22.Jan.2014 | 12:00 Uhr

Auschwitz steht als Synonym für den Massenmord der Nazis an den europäischen Juden. Am Montag, 27. Januar, jährt sich zum 69. Mal die Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz. Daran will die Quickborner Initiative „Selbstbewusstes Quickborn“ erinnern. „Vor 18 Jahren wurde dieser Tag vom damaligen Bundespräsidenten Roman Herzog zum Tag des Gedenkens der Opfer des Nationalsozialismus erklärt. Dieser Tag soll unvergessen sein, weil niemand die Jahre, die vom Nationalsozialismus mit all seinen menschenverachtenden und kriegerischen Facetten geprägt waren, je erneut erleben möchte“, sagen Jens-Olaf Nuckel (Foto, links) und Sabine Schaefer-Maniezki (Foto, unten), Mitglieder der Initiative „Selbstbewusstes Quickborn“.

„Denken wir auch hier in Quickborn an diese barbarische Zeit zurück?, fragen die beiden rhetorisch: „Nichts weist darauf hin. Hätten wir Grund dazu? Ja, wir haben Grund dazu“, so Nuckel und Schaefer-Maniezki.

Glücklicherweise habe es in Quickborn kein Konzentrationslager mit Gaskammer gegeben. „Aber das perfide nationalsozialistische Regime hatte auch in unserem damals noch beschaulichen Dorf Quickborn im Himmelmoor ein Kriegsgefangenenlager eingerichtet, in dem etwa 55 jüdische Kriegsgefangene aus vielen Ländern des besetzten Europas gefangen gehalten und zum Torfabbau gezwungen wurden“, erinnern die beiden. Das nationalsozialistische Regime hatte, so die Initiative, mithilfe von Quickborner NSDAP-Anhängern in erheblicher Zahl seinen ausgeklügelten Kontrollapparat installiert. „Aufgrund ihrer politischen Gesinnung wurden Menschen erschossen und aufgrund des Euthanasieprogramms abgeholt und getötet“, beklagen Nuckel und Schaefer-Maniezki.

Ein NS-Opfer war auch die Quickbornerin Martha Weidmann. Sie wurde nur 41 Jahre alt. Sie litt an einer psychischen Erkrankung und wurde in die Heil- und Pflegeanstalt Langenhorn eingewiesen, die damals im Hamburger Raum als Drehscheibe der „Euthanasie“-Transporte diente. Der Kölner Künstler Gunter Demnig verlegte bereits einen Stolperstein für Martha Weidmann. An deren Schicksal erinnert auch eine Schautafel, die derzeit in der Ausstellung zum Thema NS-„Euthanasie“ im Hamburger Rathaus zu sehen ist.

>Ausstellung und Begleitprogramm im Hamburger Rathaus zum Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus bis Freitag, 7. Februar. Öffnungszeiten: Mo - Fr 10 - 18 Uhr, Sa und So 10 - 13 Uhr

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