Nach 30 Jahren : Ingeborg Alsleben verlässt die Quickborner DRK-Sozialstation

Ingeborg Alsleben wurde von Bürgermeister Thomas Köppl (links) und Fachbereichsleiter Volker Dentzin offiziell verabschiedet.
Ingeborg Alsleben wurde von Bürgermeister Thomas Köppl (links) und Fachbereichsleiter Volker Dentzin offiziell verabschiedet.

Nach 30 Jahren verlässt Ingeborg Alsleben die Quickborner DRK-Sozialstation. Bürgermeister Thomas Köppl (CDU) lobt ihren Einsatz.

shz.de von
16. Mai 2015, 16:00 Uhr

Insgesamt 33  Jahre lang war Ingeborg Alsleben rund um die Uhr für ihre Klienten in der Sozialstation des DRK Quickborn da. Jetzt, mit 65 Jahren, möchte sie ihrem Ehemann in den Ruhestand folgen. Am Sonntag, 31.  Mai, ist dann endgültig Schluss für die Leiterin der Station. Sie verlässt ihre Arbeit mit einem lachenden und einem weinenden Auge. „Ich habe in den ganzen Jahren unglaublich viele und wunderbare Menschen kennenlernen dürfen, die mir alle sehr ans Herz gewachsen sind. Allerdings ist es jetzt auch für mich an der Zeit, aufzuhören“, sagte Alsleben.

Für diese langjährige Arbeit dankte ihr auch die Stadt. „Ich kann mir gar nicht vorstellen, nicht mehr mit Ihnen zusammenarbeiten zu können. Wir haben so Viel zusammen gemacht“, sagte Volker Dentzin, Fachbereichsleiter Einwohnerangelegenheiten, zu Alsleben. Er betonte, dass er besonders den vertrauensvollen Austausch von Informationen schätzte, wenn es um Menschen ging, die Unterstützung benötigten. „Sie war immer für die Menschen da und man hat durchaus davon profitiert, dass alle Bürger aus Quickborn sie kannten und tiefes Vertrauen zu ihr aufgebaut haben. Frau Alsleben kannte das Sozialgefühl in der Stadt“, sagte Dentzin weiter. Er hoffe, dass die Zusammenarbeit mit der 65-Jährigen nicht abrupt am 31.  Mai ende. „Vielleicht können Sie ihren Schatz noch weiter einbringen?“, fragte der Fachbereichsleiter Alsleben.

Seit drei Jahrzehnten ist Alsleben im sozialen Bereich tätig. War die Sozialstation anfangs noch im Quickborner Rathaus untergebracht, so zog diese – und auch die 65-Jährige – 1994 in die Räumlichkeiten in der Kampstraße 6 um. Sie leitete unter anderem den Besuchsdienst „Menschen helfen Menschen“ und galt als Rat- und Auskunftstelle in allen sozialen Fragen. Seit einigen Jahren führt sie außerdem den Vorsitz im Beirat der Stiftung für Senioren und ältere hilfsbedürftige Personen und engagiert sich in der Arbeitsgruppe „Integration von Menschen mit Behinderungen“.

Alsleben betonte, dass sie stets darauf geachtet habe, das Gespräch zwischen den Generationen wiederzubeleben. Außerdem setzte sie einen Schwerpunkt in die Motivation der Menschen. „Die Leute im Alter werden ganz sicher nicht einfacher. Jeder sollte jedoch ein selbstbestimmtes Leben haben“, sagte Alsleben. Auch Quickborns Bürgermeister Thomas Köppl (CDU) sieht mit der Verabschiedung von Alsleben eine wichtige Anlaufstelle schwinden. „Sie hat die Sozialstation betreut und gelebt. Frau Alsleben war für die Bürger stets eine kompetente Ansprechpartnerin im Bereich alt werden und alt leben“, so Köppl. Als Alsleben vor 30 Jahren den Sozialdienst in Quickborn startete herrschten laut Köppl noch ganz andere Umstände. „Heutzutage ist die Unterbringung, Pflege und Unterstützung hilfsbedürftiger Menschen sehr viel besser organisiert“, sagte der Bürgermeister.

Als Dankeschön erhielt sie von Köppl und Dentzin einen Blumenstrauß. Ganz zurückziehen aus Quickborn wird sich Alsleben jedoch nicht. Weiterhin ist sie bei dem Wohnprojekt „Quick-Borns“ im Vorstand dabei. Dies ist eine Wohngenossenschaft, die junge und alte Menschen in einem Haus zusammenbringen möchte.

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