Stadtjugendpflege Quickborn : Infoabend zu Chancen und Risiken sozialer Medien

Von 70 Millionen der über 13-Jährigen in Deutschland nutzen 28,2 Millionen Facebook.
Von 70 Millionen der über 13-Jährigen in Deutschland nutzen 28,2 Millionen Facebook.

Die Referenten zeigten den etwa 30 Besuchern im Haus der Jugend, wie sie ihre Kinder am besten mit sozialen Medien vertraut machen.

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12. Dezember 2014, 12:00 Uhr

Quickborn | Was sind die Chancen und Risiken der sozialen Medien? Unter diesem Aspekt veranstaltete die Stadtjugendpflege Quickborn einen Infoabend. Die beiden Referenten Jörn Folster, Kreisjugendschützer, sowie Alexander Malter, Geschäftsführer einer Hamburger Internetagentur, zeigten den etwa 30 Besuchern im Haus der Jugend, wie sie ihre Kinder am besten mit sozialen Medien vertraut machen. Auf die Eingangsfrage, wer von den Gästen ein eigenes Facebook-Profil hat, meldeten sich lediglich zwei. Auch bei der Frage nach einem Twitter-Account fiel das Ergebnis ähnlich aus. „Ich vernetze mich lieber in meinem Wohnzimmer mit meinen Freunden“, sagte Birgit Hesse, Stadtjugendpflegerin. Doch Malter ermahnte die Eltern und Lehrer: „Auch ohne einen Account bei Facebook oder anderen Plattformen sollte ein Basiswissen vorhanden sein. Nichts ist schlimmer, als einem Kind etwas zu verbieten, wovon man selbst keine Ahnung hat“, sagte Malter. Er präsentierte den Besuchern Zahlen. Von 70 Millionen der über 13-Jährigen in Deutschland nutzen 28,2 Millionen Facebook.

Besonders Folster betonte die Risiken bei den sozialen Netzwerken. „Das Internet vergisst nichts. Auch wenn man einen Account löscht, kursieren die Bilder häufig weiter im Internet“, mahnte der Kreisjugenpfleger. Laut Folster müssen Eltern ihre Kinder auf die zahlreichen Risiken hinweisen und sie im Umgang sensibilisieren. „Man wird von hinten kontrolliert, ohne es zu merken“, so Folster weiter. Bei Facebook solle beispielsweise gemeinsam das Profil erstellt sowie die Privateinstellungen bearbeitet werden. „Man muss gemeinsam den Weg gehen. Wenn ich über den Kopf meines Kindes hinweg entscheide, ist es kein Wunder, wenn es wieder alles ändert“, so Folster. Die Stadtjugendpflege plant weitere Informationsveranstaltungen für Eltern. Im nächsten Jahr sind vier Workshops zum Thema Alkohol, Drogen und soziale Medien geplant. 

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