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Quickborner Tageblatt

20. November 2017 | 20:20 Uhr

Norderstedter Tafel : Immer mehr Bedürftige

vom
Aus der Redaktion des Quickborner Tageblatts

Die Einrichtung versorgt in Ellerau jede Woche 60 bis 80 Menschen mit kostenlosen Lebensmitteln.

shz.de von
erstellt am 23.Apr.2014 | 12:00 Uhr

Ellerau | Bedürftige haben auch in Ellerau eine Anlaufstelle, wo sie kostenlos Lebensmittel bekommen können. Seit drei Jahren gibt es im Gemeindehaus der Kirche eine Ausgabestelle der „Norderstedter Tafel“. Und die sorgt hier an jedem Montagnachmittag für regen Betrieb.

Bereits zwei Stunden vor der Ausgabe trifft ein Bus aus Norderstedt ein, bis unters Dach mit Kisten und Kartons beladen, in denen gespendetes Obst, Gemüse, Back- und Wurtswaren, Eier und Molkereiprodukte für bedürftige Besucher vorsortiert sind.

Helfer transportieren die Lebensmittel ins Gemeindehaus, wo sie von vielen fleißigen Händen auf Schäden überprüft und anschließend präsentiert werden. „Abgelaufene Ware geben wir nur in Ausnahmen weiter, wenn sie original verpackt ist. In der Regel werden die Lebensmittel sowohl bei den Supermärkten als auch in unserer Ausgabestelle überprüft“, bestätigt Andrea Martens, die Leiterin in Ellerau. Sie ist dankbar, dass ihr über zwanzig Helfer der Kirchengemeinde zur Seite stehen.

Ab 15.30 Uhr beginnt die Lebensmittelausgabe nach Nummern, um eine gerechtere Verteilung zu ermöglichen. „Es kommen jede Woche zwischen 60 bis 80 Personen, wobei wir oft darunter leiden, dass die Lebensmittel nicht ausreichen. Besonders knapp sind Molkereiprodukte“, erzählt die Leiterin. Nach ihrer Einschätzung nimmt die Zahl der Bedürftigen im Hamburger Speckgürtel zu, was der Grund dafür war, die etwas beengten Räumlichkeiten der Ausgabestelle in Quickborn-Heide zu verlassen.

Der zentralere Standort im Gemeindehaus am Berliner Damm 14 bietet bessere Bedingungen. Außer der Lebensmittelausgabe gibt es hier ein „Tafel-Cafe'“, das von Waltraud Pergande betreut wird. Hier können Wartezeiten in gemütlicher Atmophäre überbrückt werden. Außerdem unterhält die Tafel eine Bekleidungs-Ausgabe. Mit großer Umsicht sortiert Heidi Möbius die Kleiderspenden.

Das Helfer-Team weiß, dass für viele Menschen der Gang zur „Tafel“ mit einer gewissen Peinlichkeit verbunden ist. „Um so mehr sind wir bemüht, den Betroffenen hier ein Umfeld zu bieten, in dem sie sich gut angenommen fühlen“, sagt Martens. Vor mehr als 30 Jahren habe sie entschieden, mit den Kinder zu Hause zu bleiben und sich in der Gemeinde einzubringen. Lächelnd verriet sie, warum sie vor fünf Jahren die Leitung übernommen habe: „Es ist für mich ein christlicher Auftrag. Unseren Helfern macht es viel Freude, dass uns die Besucher mit ihrer Dankbarkeit viel zurückgeben.“

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