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Ellerauer Strasse : Im Sommer droht der Verkehrskollaps

vom
Aus der Redaktion des Quickborner Tageblatts

Die Ellerauer Straße wird in den großen Ferien saniert. Die Bauarbeiten dauern mindestens sechs Wochen.

shz.de von
erstellt am 26.Apr.2014 | 12:00 Uhr

Quickborn | Eigentlich stand dieser Punkt gar nicht auf der Tagesordnung, aber für Tausende Autofahrer wird er große Konsequenzen nach sich ziehen: Die Ellerauer Straße zwischen Quickborn und Ellerau wird in den Sommerferien für mindestens sechs Wochen in beide Richtungen gesperrt. Der Bürgermeister der Stadt Quickborn, Thomas Köppl (CDU), ließ die Bombe gestern bei einem Gespräch über die Planungsprioritäten vom Ausschuss für Stadtentwicklung und Umwelt platzen.

Die Bauarbeiten könnten sich auch länger hinziehen. Die veranschlagten sechs Wochen seien nur einzuhalten, „wenn keiner krank wird und es nicht regnet“, erklärte Köppl. Und es könnte sicherlich noch weitere Gründe für Verzögerungen, die den Autofahrern für einen längeren Zeitraum großen Frust bereiten könnten.

„14.000 Fahrzeuge nutzen die Straße pro Tag“, erklärte der Verwaltungsschef. Das klingt nach einem drohenden Verkehrskollaps. Die wenigen Schleichwege, die dann vermehrt genutzt würden, seien nicht auf solch eine Belastung ausgelegt. Köppl: „Das wird eine heftige Zeit. Wir suchen nach Lösungen, aber es fehlt uns an einer Alternativverbindung.“ Verantwortlich für die Baumaßnahme sei aber nicht die Stadt, sondern der Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr Schleswig-Holstein.

Außer der Baustelle wurden auch noch andere Themen besprochen. Friederike Walter, Fachbereichsleiterin Stadtentwicklung, berichtete, dass „eine Nachnutzung für die ehemalige Schokoladenfabrik nicht in Sicht ist“. Die Planung sei aber ganz oben auf der Prioritätenliste. Nach langen Verhandlungen mit den Johannitern über eine mögliche Privatschule, war dem Verein der finanzielle Aufwand zu groß. Der Korb folgte im Dezember. Ausschussvorsitzender Jörn Kruse zeigte sich verärgert über die „Salamitaktik“. „Die Absage hätte auch ein Jahr eher kommen können“, befand Köppl.

Weiter ist der Ausschuss bei den Straßen: Für die umstrittene Ortsteilverbindungsstraße zwischen Quickborn-Heide und Quickborn, die „Gronauquerung“, wird eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben. Kruse: „Ich bin für den Bau der Straße. Es muss aber auf jeden Fall endlich eine Entscheidung gefällt werden.“

Konkrete Pläne gibt es für das ehemalige Mobilheim-Grundstück gegenüber von der AKN-Station Tanneneck in Ellerau. Dort soll eine „Park and Ride“-Anlage entstehen. Der Bedarf sei da. Durch den Ausbau der A7 werde der sich noch erhöhen, glaubt Walter. Der Ausschuss sei sich in diesem Punkt einig – wohl auch, weil dann hohe Fördergelder fließen werden.

Nach den Sommerferien im Jahr 2015 sollen die Parkplätze fertig sein. Vorerst soll dieser ebenerdig sein. Eine Fußgängerampel am Bahnhof soll schon 2014 kommen.

Die Bauplanung für einige Baugebiete standen ebenfalls auf der Prioritätenliste ganz oben, darunter das Gebiet zwischen Friedrichsgaber Straße/Bahnstraße und Lerchenweg sowie das Grundstück des ehemaligen Gertrudenhofes an der Feldbehnstraße. Bezahlbaren Wohnraum zu schaffen habe sich die Stadt ebenso als zeitnahes Ziel gesetzt.

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