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Bönningstedt : „Ich bin hier gut angekommen“

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Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Christopher Fock ist seit über einem halben Jahr Pastor der Simon-Petrus-Kirchengemeinde. Perfekte Kooperation mit Ellerbek.

Bönningstedt | Vor etwa sieben Monaten wurde Christopher Fock offiziell zum neuen Pastor der Simon-Petrus-Kirchengemeinde in Bönningstedt gewählt. „Eigentlich bin ich ja schon länger hier, weil ich davor ein halbes Jahr für meine Vorgängerin, Sabine Denecke, Vertretung gemacht habe“, erklärt Fock.

Er wohnte auch damals schon in Norderstedt. Bönningstedt war für ihn nur ein kleines Dorf, das ihn nie sonderlich interessierte. Nun ist der 53-Jährige in der Gemeinde angekommen und seine Meinung über das kleine Dorf hat sich geändert.

„Von außen gesehen ist Bönningstedt eine ganz normale Dorfgemeinde. Mit der Zeit habe ich aber gemerkt, dass die Menschen hier unglaublich viel Engagement aufbringen und sehr lebendig und offen sind“, sagt Fock. Besonders schätzt er die Selbstständigkeit der einzelnen Gruppen in der Gemeinde. „Beim Seniorenkreis, Frauentreff oder auch beim Kammermusikkreis schaue ich gerne mal vorbei, doch meine Hilfe brauchen sie alle nicht“, so Fock. Somit werde ihm viel Arbeit abgenommen.

Zu kämpfen hat er mit dem Vorurteil, dass Pastoren alles machen und tun können. „Diesen Gedanken teile ich auf keinen Fall und bin froh, in Bönningstedt dafür Unterstützung zu finden“, so der Pastor. „Ich bereue nicht, dass ich nach Bönningstedt gekommen bin“, betont er.

Sein nächstes Ziel ist es, die mittlere Generation – also Anwohner zwischen 30 und 50 Jahren – für die Kirche zu begeistern. „Diese Generation ist mehr interessengeleitet. Für sie gibt es Wichtigeres, als die Kirche“, erklärt Fock. Doch über den Kindergarten und bei Konfirmationen sei es einfacher, den Menschen die Kirche in Erinnerung zu rufen.

Für Veränderungen hat Fock bisher noch keine Notwendigkeit gesehen. „Ein paar Kleinigkeiten gibt es selbstverständlich. Aber da ist nichts Gravierendes dabei“, so Fock. Zum Beispiel hat er das Taufbecken verrückt und das Foyer möchte er anders gestalten. „Aber das wird noch mit den Mitgliedern abgesprochen“, sagt Fock. Besonders lobt der Pastor die Zusammenarbeit mit der Dietrich-Bonhoeffer-Kirchengemeinde in Ellerbek. Sie teilen sich einen Gemeindebrief. „Ich denke, dass es so gut funktioniert, weil es keine Fusion gab. Lediglich eine Kooperation besteht zwischen uns“, erklärt Fock. Als nächste Aufgabe steht die Organisation des Sommerfestes der Gemeinde am Sonntag, 7. September, ab 11.15 Uhr auf seinem Plan.

Fock wurde1961 in Hamburg geboren. Nach dem Zivildienst reifte der Entschluss, Pastor zu werden. Es folgten das Studium in Hamburg und Mainz, danach Pro-Vikariat in Preetz und Vikariat in Quickborn-Heide. Die erste Pastorenstelle trat Fock 1993 in Hamburg-Dulsberg an. 1997 wurde der erste, 1999 der zweite Sohn geboren. 2000 zog Fock nach Norderstedt, bis 2003 hatte er dort eine Halbtagsstelle inne. Von 2003 bis 2012 arbeitete Fock dort Vollzeit. Nach seiner Bewerbung auf ein Vertretungspfarramt wirkte Fock in den Kirchengemeinden Ottensen, Quickborn, Uetersen, Haselau und zuletzt in Bönningstedt.
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erstellt am 04.Sep.2014 | 10:00 Uhr

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