Aktuell 20 Beamte : Hoffen auf mehr Personal für die Quickborner Polizei

Bei einem Treffen von Peter Lehnert (CDU, links) und Götz Nowobilski ging es vor allem um die Personalsituation bei der Quickborner Polizei und einen möglichen Umzug der Wache.
Bei einem Treffen von Peter Lehnert (CDU, links) und Götz Nowobilski ging es vor allem um die Personalsituation bei der Quickborner Polizei und einen möglichen Umzug der Wache.

CDU-Landtagsabgeordneter Peter Lehnert spricht sich außerdem für eine Wache im Quickborner Zentrum aus.

shz.de von
14. August 2018, 12:00 Uhr

Quickborn | Auf diese Nachricht dürfte Quickborns Polizeichef Götz Nowobilski gewartet haben: In den nächsten drei Jahren könnte er mehr Personal bekommen. CDU-Landtagsabgeordneter Peter Lehnert kündigte am Montag bei einem Treffen in Quickborn an, die Ausbildungskapazitäten würden deutlich erhöht, um mittelfristig 500 zusätzliche Polizisten zur Verfügung stellen zu können. „Davon soll vor allem der Hamburger Rand profitieren, und ich hoffe, dass dann auch zusätzliche Stellen für die Quickborner Polizeistation geschaffen werden“, sagte er.

Schwierige Personalplanung

20 Beamte versehen ihren Dienst in der Wache Ernst-Abbe-Straße. „Wenn immer alle da wären, käme ich mit dem Personal aus“, sagte Nowobilski. Allerdings sei das selten der Fall. Sondereinsätze bei Großveranstaltungen, Urlaubs- und Erziehungszeiten machten die Personalplanung schwierig. Hinzu kämen vermehrt Einsätze auf der A 7, ausgelöst durch Unfälle im Baustellenbereich. „In den letzten Wochen waren 80 Prozent meiner Leute da, jetzt sind es 90 Prozent“, so der Polizeihauptkommissar. In seiner Forderung nach mehr Personal weiß er sich eins mit Unionspolitiker Lehnert. „Der Beruf des Polizisten ist immer anspruchsvoller geworden, und in Quickborn werden dringend mehr Leute gebraucht“, sagte er.

Der Nachwuchs ist durchaus da, die Eulenstadt gilt unter den Auszubildenden nach den Worten Nowobilskis als guter Standort. „Derzeit sind einige Quickborner in der Ausbildung, die hier bei uns ein Praktikum absolviert haben.“ Möglicherweise treten sie ihren Dienst in einigen Jahren dann schon in einer neuen Polizeistation an. „Der Wunsch, die Wache ins Zentrum von Quickborn zu verlegen, wird in Kiel anerkannt“, sagte Lehnert. Derzeit läuft die Suche nach einem geeigneten Grundstück, auf dem ein Investor bauen könnte, oder eine bestehende Immobilie. Die Messlatte hängt hoch, ein in Frage kommender Standort muss nicht nur räumlich passen, sondern auch den Sicherheitsbestimmungen entsprechen.

Lage ist suboptimal

Die derzeitig Wache in Quickborn-Heide hat 500 Quadratmeter. „Wir sind räumlich gut untergebracht, und auch die technische Ausstattung stimmt“, sagte Nowobilski. Allein die Lage sei suboptimal. „Der Standort in einem Gewerbegebiet ist eher untypisch für die Polizei, aber wir wollen uns bei einem Umzug natürlich nicht verschlechtern.“ Da bislang noch keine Entscheidung in Sicht ist, wird die Zeit knapp. Ende 2020 läuft der bestehende Mietvertrag aus. „Wenn man jetzt noch neu bauen wollte, könnte das schon eng werden“, bestätigte Quickborns Bürgermeister Thomas Köppl (CDU). Die Verwaltung drücke deshalb auch aufs Tempo. Nun soll es am 4. September zu einem Treffen von Vertretern der Stadt und dem Gebäudemanagement Schleswig-Holstein (GMSH) kommen, die für die Liegenschaften unter anderem der Polizei im Land zuständig ist. „Die sollen uns mal sagen, was sie genau haben möchten, und dann sehen wir, ob das mit den Ideen, die wir haben, zusammenpasst“, so Köppl.

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