305 Teilnehmer : Himmelmoorlauf in Quickborn: Hamburger siegt

Unter den 98 Läufern der Kurzstrecke, die hier nach dem Knall der Holzklappe endlich losrennen durften, waren auch zahlreiche Kinder.
Unter den 98 Läufern der Kurzstrecke, die hier nach dem Knall der Holzklappe endlich losrennen durften, waren auch zahlreiche Kinder.

Beim zehnten Himmelmoorlauf von Lions Club und TuS Holstein Quickborn gab es einen Doppelsieg von Mutter und Tochter.

shz.de von
21. August 2018, 13:00 Uhr

Quickborn | Pünktlich um 10 Uhr am Sonntagmorgen schlug Bürgermeister Thomas Köppl (CDU) am Torfwerk in Quickborn mit einem lauten Knall die Holzklappe zusammen und gab damit das Startsignal für den zehnten Himmelmoorlauf. Unter dem Motto „Laufend helfen“ wurde dieser 2008 vom damaligen Präsidenten des Lions Clubs Quickborn, Hans-Jürgen Mest, ins Leben gerufen. Seitdem konnten mehr als 40.000 Euro an Startgeldern und Spenden für den guten Zweck gesammelt werden.

Nutzten die Zeit zum Gespräch und amüsierten sich dabei prächtig: Ex-Lions-Präsident Stefan Böhme (links) und Bürgermeister Thomas Köppl (CDU).
Natascha Thölen
Nutzten die Zeit zum Gespräch und amüsierten sich dabei prächtig: Ex-Lions-Präsident Stefan Böhme (links) und Bürgermeister Thomas Köppl (CDU).
 

Zum diesjährigen Geburtstagslauf erfüllte sich für die Organisatoren vom Lions Club mit ihrem amtierenden Präsidenten Robert Hüneburg und vom TuS Holstein Quickborn, vertreten durch René Croissier (Abteilungsleiter Leichtathletik, Langlauf, Triathlon), mit 305 Läufern der lang gehegte Wunsch nach einer neuen Rekordteilnehmerzahl.

161 Starter

Zuerst machten sich die 161 Starter in der Königsdisziplin über 9,1 Kilometer auf den Weg. Im Abstand von zehn Minuten folgten ebenfalls auf Klappenschlag Köppls erst die 98 Teilnehmer der 4,1 Kilometer langen Kurzstrecke und dann 46 Nordic Walker. Gerade mal 14 Minuten und 38 Sekunden waren seit dem zweiten Start vergangen, als bereits der erste Läufer wieder die Ziellinie überquerte: Es war David Krischke vom Team „Hamburg Running“ mit der Startnummer 732, dessen Ankunft Hüneburg mit den Worten „Schneller war keiner“ kommentierte. Erst mehr als zwei Minuten später lief der Kurzstreckenzweite Björn Pannemann von den „Wittsfeld Runners“ ins Ziel.

Christine Dörscher (Mitte) gewann die Königsdisziplin beim Himmelmoorlauf. Tochter Katharina (rechts) holte den Sieg beim Kurzstreckenlauf, Sohn Christoph wurde Vierter über 4,1 Kilometer bei den Männern.
Natascha Thölen
Christine Dörscher (Mitte) gewann die Königsdisziplin beim Himmelmoorlauf. Tochter Katharina (rechts) holte den Sieg beim Kurzstreckenlauf, Sohn Christoph wurde Vierter über 4,1 Kilometer bei den Männern.
 

Sieger der Langstrecke nach 34 Minuten und 46 Sekunden wurde Christian Biermann vom gastgebenden TuS Holstein. Teamkollege Jens Noritzsch wurde Dritter. Hätte es eine Familienwertung gegeben, wäre wohl Familie Dörscher aus Hamburg mit dem größten Pokal nach Hause gegangen. Mutter Christine Dörscher, die noch für ihren ehemaligen Heimatverein SG TSV Kronshagen/Kieler TB startete, siegte mit 38 Minuten und 57 Sekunden beim 9,1-Kilometer-Lauf. Ihre Tochter Katharina, gerade mal elf Jahre alt, stand bei der Kurzstrecke auf dem Siegerpodest ganz oben. Der jüngere Sohn Christoph (9) verfehlte in dieser Kategorie nur haarscharf um 12 Sekunden einen Platz auf dem Treppchen der Männer.

Halbmarathon und Himmelmoorlauf

Dörscher ist eine echte Sportskanone. Sie läuft bereits seit 25 Jahren, davor war sie zehn Jahre Leichtathletin. Bis hin zum Halbmarathon nimmt sie regelmäßig an verschiedenen Wettbewerben teil. Beim Himmelmoorlauf war sie gemeinsam mit ihren Kindern bereits zum dritten Mal. „Ich mag das Moor sehr gern. Gerade für Kinder ist es gut, weil es die Gelenke schont“, sagte Dörscher. Außerdem unterstütze sie gern Veranstaltungen, die von Ehrenamtlichen organisiert werden. „Von Sportlern für Sportler, das klappt oft sehr viel besser, weil die einfach wissen, wie es geht und worauf es ankommt“, so die Siegerin. Wissen, worauf es ankommt, dazu zählt sicherlich auch die Ehrung der ältesten Läufer für den guten Zweck: Mit stolzen 89 Jahren nahm der Quickborner Hubertus Lumma bereits zum achten Mal am Himmelmoorlauf teil und kündigte schon ein Wiedersehen im kommenden Jahr an. Die nächste Veranstaltung des Lions Clubs wird allerdings zunächst ein Boule-Turnier gegen die Senioren-Union am Donnerstag, 30. August um 18 Uhr am Boule-Platz in der Bahnhofstraße in Quickborn sein. Zuschauer sind sehr erwünscht.

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