Konstituierende SItzung : Hildebrand bleibt Dorfchef

Ein ungewöhnlicher Anblick: Als zweitältestes Mitglied der Gemeindevertretung durfte Regine Hildebrand bei ihrem Ehemann Günther die Vereidigung übernehmen.
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Ein ungewöhnlicher Anblick: Als zweitältestes Mitglied der Gemeindevertretung durfte Regine Hildebrand bei ihrem Ehemann Günther die Vereidigung übernehmen.

Ausschüsse in Rekordzeit neu besetzt

shz.de von
16. Juni 2018, 16:00 Uhr

Dass eine konstituierende Sitzung nicht unbedingt mit Diskussionen und Streit verbunden sein muss, bewiesen die Ellerbeker Politiker am Donnerstagabend. In gerade einmal einer Stunde waren alle Ausschüsse in der Gemeinde neu besetzt und Bürgermeister Günther Hildebrand (FDP) in seinem Amt bestätigt. Mit zwölf von insgesamt 16 Stimmen wurde er erneut zum Ellerbeker Bürgermeister gewählt. Gegenkandidatin Kirstin Weisner (CDU) unterlag mit vier Stimmen.

Dabei stellte sich die Verpflichtung, Vereidigung und Amtseinführung des Bürgermeisters als eine kleine Schwierigkeit heraus. „Das älteste Mitglied der Gemeindevertreter muss das übernehmen. Doch das bin ich“, erläuterte Hildebrand. Also musste das zweitälteste Mitglied der Gemeindevertretung dies übernehmen. Zur Belustigung der zahlreich erschienen Bürger und der Politiker war das ausgerechnet seine Ehefrau Regine Hildebrand (FDP). Sie durfte die Vereidigung übernehmen. „Jetzt muss ich das nicht nur zu Hause mitmachen, sondern auch noch hier“, sagte Hildebrand und lachte.

Vier Ausschüsse waren außerdem zu besetzen. Die Entscheidung, wer in welchem Gremium künftig sitzen soll, erfolgte in Rekordzeit. „Wir haben uns vorher zusammengesetzt und konnten uns dabei einigen. Das hat alles wunderbar geklappt“, lobte Hildebrand die Arbeit aller Gemeindevertreter. Da bereits vor der Sitzung Einigkeit herrschte, war es nicht verwunderlich, dass alle Ausschüsse einstimmig beschlossen wurden.

Während einige neue Gesichter im Gemeinderat zu finden sind, wurden scheidende Gemeindevertreter von dem Bürgermeister verabschiedet. Dazu zählte Lutz-Reinhard Gatzsch (FDP), der erst im vergangenen Jahr in das Gremium kam. Christel Stadthaus (CDU) und Peter Tramsen (CDU) waren zehn Jahre lang als Gemeindevertreter tätig, Angelika Quast (FDP) 24 Jahre und Udo Doberg (SPD) sogar 28 Jahre. Doberg nutzte die Gelegenheit, um die Ellerbeker für das Amt des Gemeindevertreters zu begeistern. „Es ist nicht einfach, Entscheidungen zu treffen. Aber nur wenn man mitmacht, kann man auch etwas mitentscheiden“, sagte er. Eine gute Nachricht konnte Hildebrand trotz des Abschieds verkünden: „Sie bleiben uns erhalten. Alle sind weiter Mitglieder oder Stellvertreter in unseren Ausschüssen.“

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