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Amtseinführung im März : „Hier ist die Kirche noch im Dorf“

vom
Aus der Redaktion des Quickborner Tageblatts

Bönningstedter Kirchengemeinderat spricht sich mit großer Mehrheit für Pastor Christopher Fock aus.

von
erstellt am 16.Jan.2014 | 16:00 Uhr

Normalerweise läuft es anders, wenn ein Pastor sich auf eine neue Stelle bewirbt: Ein paar Vorgespräche, ein Vorstellungsgottesdienst, dann die Abstimmung im Kirchengemeinderat. Bis auf den letzten Punkt lief die Bewerbung von Christopher Fock anders: Während seiner Zeit als Vertretungspastor in der Bönningstedter Simon-Petrus-Kirchengemeinde fasste er den Entschluss, sich auf die freie Stelle zu bewerben.

Mit Erfolg, denn am Dienstagabend sprach sich die Mehrheit des Kirchengemeinderats für ihn aus. „Bönningstedt ist ein Glücksfall für mich, ich hatte drei Monate Zeit, in alle gemeindlichen Bereiche Einblick zu bekommen“, sagt Fock. So wisse er, worauf er sich einlasse – und der Kirchengemeinderat ebenfalls.

Seit September war Fock als Vertretung für Pastorin Sabine Denecke, die sich Ende August neuen Aufgaben zuwandte, in Bönningstedt eingesetzt. „Ich habe hier angefangen, als gerade die erste Ausschreibungsphase für die Neubesetzung lief“, berichtet Fock. Dabei sei die Gemeinde für ihn zunächst „nicht besonders reizvoll“ gewesen. Ein Irrtum, wie er nach und nach feststellte: „Je länger ich hier war, desto interessanter wurde die Gemeinde“, sagt Fock. Schon bei der Verabschiedung Deneckes, die er seit seiner Studienzeit kennt, sei ihm aufgefallen, dass die Kirche voll und die Menschen bunt gemischt gewesen seien.

„Es gibt hier viele Gruppen und Kreise, die sehr selbstständig arbeiten“, stellte er schnell fest. Dazu ein Kindergarten, der sehr an der Zusammenarbeit interessiert sei. Was Fock sehr entgegenkommt, denn „Mein Schwerpunkt ist die Kinder- und Jugendarbeit, das macht mir sehr viel Spaß“, so der Pastor.

Auch auf die Arbeit mit Konfirmandengruppen freut sich Fock: „Ich sage ihnen nicht, was sie denken oder glauben sollen, und liefere keine fertigen Lösungen oder nehme jemandem persönliche Entscheidungen ab“, betont des Geistliche. Viel wichtiger sei, auch von sich selbst etwas zu erzählen – oder einfach zur Gitarre zu greifen, um gemeinsam zu singen. Besonders beeindruckt war Fock von der lebendigen Gemeinschaft im Dorf, sei es bei der Open-Air-Erntedankfeier oder bei der Gestaltung von Schulgottesdiensten. „Der eine besorgt die Kaffeemaschine, der andere Tische und Bänke von der Feuerwehr, der nächste die Dekoration“, beschreibt der Pastor die Zusammenarbeit. Damit das so bleibt, hat er sich vorgenommen, allen Vereinen und Verbänden einen Antrittsbesuch abzustatten. „Hier ist die Kirche wirklich noch im Dorf“, so sein Fazit.

Mit seiner Frau und den Kindern wohnt Fock in Norderstedt. Zum Segeln kommt er zwar nur selten, doch Radfahren wird er künftig häufiger: „Ich freue mich schon auf die Route von zu Hause zur Arbeit."

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