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Quickborner Tageblatt

22. Oktober 2017 | 14:37 Uhr

Heidkampstraße: Zoff um Granitpoller

vom

shz.de von
erstellt am 08.Mai.2013 | 01:14 Uhr

Quickborn | Sie sind aus Granit, 93 Zentimeter hoch, die Grundfläche ist 23 Zentimeter lang und 13 Zentimeter breit: An der Quickborner Heidkampstraße stehen sie seit etwa einer Woche auf der gesamten Länge von 120 Metern in einem Abstand von etwa vier Metern. Aufgestellt hat sie die Stadt Quickborn. Sie will damit verhindern, dass auf dem Seitenstreifen Autos parken und der Weg jetzt frei und sicher ist für Kinder auf ihrem Schulweg.

Doch einige Anwohner sind der Meinung, dass genau das Gegenteil eingetreten sei: "Das ist gefährlich und kontraproduktiv. Es ist nicht sicher für Schulkinder. An dem scharfkantigen Granit kann man sich verletzen", sagt Dr. Christa-Maria Lambrecht. Sie wohnt in der Fontanestraße, aber ihr Zuweg vom Garten führt auf die Heidkampstraße. "Das ist alles, nur keine Schulwegsicherung", sagt ihr Mann Range Cloyd. Beide machen sich große Sorgen um die anderen. Der gebürtige Amerikaner befürchtet zudem, dass nachts zu schnell fahrende Autos mit den Pfosten kollidieren könnten.

Auch der Anwohner Professor Dr. Hartmut Kabisch hat große Bedenken: "Wenn Kinder auf ihren Rädern Autos ausweichen müssen, kann es passieren, dass sie mit den Granitpfosten zusammenstoßen. Es kann zu schweren Unfällen und Verletzungen führen", sagt er.

Eine Stelle auf dem Weg ist Dr. Christa-Maria Lambrecht ein besonderer Dorn im Auge: Dort hat die Stadt Bauschotter gestreut. " Hier kann man weder Rad fahren noch gehen", sagt sie. Auch die Verengung des Gehwegs Ecke Heidkampstraße/Kleiststraße kritisiert sie: "Für gehbehinderte Menschen ist das eine Zumutung", sagt sie.

Die drei Anwohner aus dem Dichterviertel schlagen nun vor, dass die Stadt die Granitpfosten durch Kunststoffpfähle ersetzt und auf beiden Seiten der Heidkampstraße Parkverbotsschilder aufstellt. "Woanders in Quickborn gibt es ja auch andere Lösungen wie das Aufstellen von Kunststoffpollern", sagt Hartmut Kabisch.

Die Kritik will Bürgermeister Thomas Köppl (CDU) nicht gelten lassen: "Die Maßnahme ist wohl überlegt. Wir haben in Quickborn extrem wenig Schulwegunfälle", sagt er. Außerdem sei es mit etwa 4000 Euro die kostengünstigste Lösung. Köppl: "Wenn die Anwohner es wollen, sind wir bereit, den Fußweg ausbauen zu lassen. Das kostet dann etwa 200 000 Euro und die Anwohner werden daran mit einer Umlage von 75 Prozent beteiligt."

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