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„Es war kein einfaches Jahr für uns“ : Haslohs Bürgermeister blickt auf 2015 zurück

vom
Aus der Redaktion des Quickborner Tageblatts

Im Interview zieht Bürgermeister Bernhard Brummund eine Bilanz und gibt Ausblick auf zukünftige Aufgaben.

Hasloh | Haslohs Bürgermeister Bernhard Brummund (SPD) blickt auf ein ereignisreiches Jahr 2015 zurück und gibt einen Überblick über geplante Projekte.

Was waren die größten Herausforderungen?
Bernhard Brummund: „Gern stellt man sich gegen Ende eines ablaufenden Jahres die Frage, was es denn so gebracht hat. Für die Gemeinde Hasloh kann man sagen: Es war ein durchaus erfolgreiches, aber kein einfaches Jahr für uns.“

Warum war es in diesem Jahr so schwierig?
„Ein wesentlicher Grund lag darin, dass es viele Monate lang keinen genehmigten Haushalt der Gemeinde gab. Das bedeutete, dass in dieser Zeit freiwillige Leistungen nicht finanziert werden durften. Dazu gehörte zum Beispiel auch die Aktion Sauberes Hasloh. Vieles wurde unternommen, um sie trotzdem durchführen zu können, was dank zahlreicher privater Spenden auch gelang. Auch die damit verbundene Taufe des neuen Regenrückhaltebeckens Lütte Pütt, unseres neuen Erholungsgebiets, konnte so vollzogen werden.“

Was war die größte negative Überraschung in 2015?
„Viel Arbeit hatten die Gremien mit der alten Kita, um eine nötig gewordene weitere Gruppe unterbringen zu können. Ursache waren die Kosten für die Renovierung der Räume, die deutlich höher ausfielen als gedacht. Das war eine der negativen Überraschungen des Jahres. Nach intensiven Beratungen hat sich die Gemeindevertretung letztendlich für die Sanierung entschieden. Der Entscheidungsprozess war sehr belastend, aber der Aufwand hat sich gelohnt – für die Kinder ebenso wie für die Gemeinde, der jetzt ein modernisiertes Gebäude gehört, das zukünftig flexibel genutzt werden kann.“

Was bleibt ansonsten mit der Jahreszahl 2015 verbunden?
„Positiv wirkt sicher die Übergabe des Mannschaftstransportwagens an die Feuerwehr – und deren Feier zum 125-jährigen Jubiläums. In guter Erinnerung bleibt auch, dass entschieden ist, wie unsere neue Kirche aussehen soll. Außerdem wurde mit der Renovierung der Sporthalle begonnen und wir konnten den Hund Rudi kennenlernen, der in einem Film Hasloh aus seiner Sicht vorstellte. Ganz wichtig ist auch die Feststellung: Hasloh ist trotz der demographischen Entwicklung nicht geschrumpft wie viele andere Orte, sondern gewachsen. 3491 Menschen leben jetzt hier – so viele wie noch nie. Das verbessert unsere Chancen auf eine weitere positive Entwicklung und man sieht, dass unsere Strategie mit dem Neubaugebiet ,Neue Mitte‘ aufgegangen ist.“

Noch ist die Fläche in der „Neuen Mitte“ grün. Auf der rechten Seite wird allerdings 2016 der zweite Bauabschnitt eröffnet. (Foto: Springer)
Noch ist die Fläche in der „Neuen Mitte“ grün. Auf der rechten Seite wird allerdings 2016 der zweite Bauabschnitt eröffnet. (Foto: Springer) Foto: Springer
 

Wie wird Hasloh sich 2016 weiterentwickeln?
„Da ist zunächst der Start des zweiten Bauabschnitts der ,Neuen Mitte‘. Dafür müssen wir der Kommunalaufsicht erst die Wirtschaftlichkeit nachweisen. Das dafür nötige Gutachten wurde inzwischen beauftragt. Außerdem werden wir für die Bereitstellung von mehr Wohnraum für Flüchtlinge zu sorgen haben. Kümmern müssen wir uns auch um die weitere Verbesserung der finanziellen Situation. Erfreulich ist, dass die Konsolidierungsmaßnahmen zu wirken beginnen. Auch die Beschäftigung mit dem Thema Verkehr ist sehr dringlich, wegen der von April an geplanten Brückensperrung in Bönningstedt noch stärker als bisher, denn es ist mit erheblichem Zusatzverkehr zu rechnen. Außerdem wollen wir bei der Verwirklichung eines kleinen Gewerbegebiets vorankommen, und im Sommer soll mit der Sanierung der Grundschule begonnen werden. Vieles spricht außerdem dafür, dass wir auch erste Baumaßnahmen für Betreutes Wohnen und die Kirche werden beobachten können.

2016 wird ein für Haslohs Entwicklung sehr wichtiges Jahr. Es soll vieles verwirklicht werden, was uns noch zukunftsfähiger macht. Das wird aber nur gelingen, wenn die ehrenamtlich Tätigen weiterhin so mitarbeiten wie bisher. Ich bin sicher, die Bereitschaft dazu ist vorhanden und dafür möchte ich mich ganz herzlich bedanken.“

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