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Quickborn : Gronauquerung nicht ohne EU-Erlaubnis

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Machbarkeitsstudie für die Umgehungsstraße wird im Stadtentwicklung-Ausschuss vorgestellt. Experten kommen zu dem Schluss das die Querung in Quickborn gebaut werden kann. Politiker sind uneins über den Bau der Trasse.

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erstellt am 12.Nov.2014 | 14:30 Uhr

Quickborn | Es ist ein Thema, das Politik und Bürger in Quickborn gleichermaßen bewegt. Ein Projekt, das Gegner wie Befürworter seit Monaten mobilisiert: Die Rede ist von der Gronauquerung. Am Donnerstag, 13. November, wird die von der Verwaltung in Auftrag gegebene Machbarkeitsstudie im Ausschuss für Stadtentwicklung und Umwelt vorgestellt. Beginn in der Mensa der Comenius-Schule ist um 18.30 Uhr.

Wer allerdings jetzt noch hofft, dass die Expertise der Ortsumgehungsstraße, die Quickborn-Heide mit dem Ortskern verbindet, eine Absage erteilt, wird morgen wohl enttäuscht werden. Denn die Experten kommen zum Schluss, dass die Gronauquerung in Quickborn gebaut werden könnte – allerdings habe aller Wahrscheinlichkeit nach die EU ein Wörtchen mitzureden, denn die Ortsumgehungsstraße würde durch ein ausgewiesenes Fauna-Flora-Habitat verlaufen.

Ob diese eingeholt werden soll, muss die Politik entscheiden. Nach der Vorstellung der Machbarkeitsstudie werden die Fraktionen intensiv beraten. Dabei sind die Positionen klar: SPD und Die Grünen sind gegen das Projekt, um das Gronautal zu schützen. Auch die Kosten, die bislang noch nicht ermittelt worden sind, werden als Gegenargument herangezogen, zumal der Landesverkehrsminister Reinhard Meyer (SPD) verkündete, dass es vom Land kein Geld für die Gronauquerung geben würde, da Straßenneubauprojekte nicht mehr finanziert würden. Die Stadt müsste somit die Kosten für das Vorhaben bei bereits knapper Kasse selbst tragen. Die FDP würde dem Straßenbauprojekt zustimmen, wenn es ein Verbot für Lkw geben würde.

Lediglich von der CDU ist ein klares Ja für die Ortsumgehungsstraße zu hören. Sie wird sich darüber freuen, dass die Expertise einen Verlauf der Straße vom Ohlmöhlenweg und der Feldbehnstraße in Richtung Ortsmitte über die Gronau vorsieht. Die Umgehungsstraße würde dann vor dem Rodelberg rechts abknicken und auf eine neuen Trasse zur Malchower Brücke verlaufen. Außerdem kommt die Machbarkeitsstudie zu dem Ergebnis, dass die alte Brücke sanierungsbedürftig sei.

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