Ellerau : Glasfaser bis ins Arbeitszimmer

Hausübergabepunkt und Fritzbox:   Harry Bröhmer (links,  Wilhelm.tel), Elke Gerick, Geschäftsleitung   Ell-tell, und Bürgermeister Eckart Urban (SPD) sorgen dafür, dass die Gemeinde an die  Datenautobahn angeschlossen ist.
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Hausübergabepunkt und Fritzbox: Harry Bröhmer (links, Wilhelm.tel), Elke Gerick, Geschäftsleitung Ell-tell, und Bürgermeister Eckart Urban (SPD) sorgen dafür, dass die Gemeinde an die Datenautobahn angeschlossen ist.

Neue Technik im Einsatz: Ell-tel und Wilhelm.tel erschließen ab nächster Woche den Ostteil der Gemeinde.

shz.de von
08. November 2013, 16:00 Uhr

Der Ausbau des Glasfasernetzes in der Gemeinde Ellerau geht rasant voran. „Nächste Woche beginnen die Tiefbauarbeiten für die Verlegung der Glasfaserkabel im Ostteil von Ellerau“, berichtet Harry Bröhmer, Diplom-Geograph beim Norderstedter Kommunikationsunternehmen Wilhelm.tel.

Im Ellerauer Rathaus informierten Bröhmer, Elke Gerick von Ell-tel, der Tochter der Kommunalbetriebe Ellerau, die für die Vermarktung des Schnellen Internets zuständig ist, und Bürgermeister Eckart Urban (SPD) über die Fortschritte des Projekts.

Wenn alles nach Plan läuft, ist die gesamte Gemeinde bis 2015 mit einem Glasfasernetz erschlossen. Wahrscheinlich noch vor Quickborn, wo der Bau eines flächendeckenden Glasfasernetzes längst bekommen hat (wir berichteten). „Unser Gebiet ist aber auch kleiner“, kommentierte Urban und schloss einen Vergleich mit dem großen Bruder aus.

Der Osten von Ellerau ist ein wichtiges Gebiet. Dort haben sich Firmen angesiedelt, aber auch Wohngebiete sind dort zu finden. „Im Buchenweg, in der Moortwiete, der Werner-von-Siemens-Straße und der Sauerbruchstraße beginnen die Tiefbauarbeiten“, informierte Urban.

Bei einem milden Winter könnten die Arbeiten Ende des Jahres schon beendet sein, „bei einer Frostperiode sind wir im März/April fertig“, ergänzte Bröhmer. 600 000 Euro investiert Wilhelm.tel in diesen Netzausbau. Das Gesamtvolumen für das Projekt beträgt 1,5 Millionen Euro. Bröhmer wies auf die besondere Technik hin, die Wilhelm.tel anwenden würde. „Die Glasfaserkabel werden bis in die Wohnungen der Mehrfamilienhäuser gelegt.“ Bei der sogenannten „Fiber to the desk“-Anschlusstechnik stehe dem Anwender eine hohe Bandbreite am Arbeitsplatz zur Verfügung. „Es ist das Beste, was es derzeit gibt. Gewöhnlich enden die Kupferkabel im Keller – wir verlegen sie bis ins Arbeitszimmer. Wir sind mit dieser Technik deutschlandweit führend“, sagte Bröhmer. Gigabit-Leistungen, die superschnelle Internetverbindungen und Downloads garantieren, seien jetzt möglich. Wilhelm.tel versorgt die Kunden in Ellerau außer dem Internet mit Telefonie, Kabel- sowie Pay-TV.

Das Zentrum von Ellerau (Breslauer Straße, Königstraße, Am Felde und Junges Wohnen 1 und 2 ) ist bereits erschlossen, als Letztes kommt das Gebiet dran, wo die Landstraße nach Alveslohe und die Straße Birkeneck verlaufen. „Auch dort besteht großes Interesse“, berichtete Urban. Mittlerweile sind schon 500 Verträge unter Dach und Fach. 3500 Haushalte gibt es in Ellerau, die für einen Anschluss in Frage kämen.

Weil Wilhelm.tel auch in Quickborn die Internet-Angebote liefert, bestehe für die beiden Gemeinden ein Vorteil: „Ellerauer und Quickborner können kostenlos miteinander telefonieren“, so Bröhmer.

Doch das sei noch nicht alles: „Wenn jemand Probleme hat und bei Ell-tel anruft, landet er bei mir und nicht in einem anonymen Call-Center“, sagte Gerick.

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www.kbe-ellerau.de


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