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Stadtwerke : Geschäftsführer kündigt Strafanzeige gegen Kabel Deutschland an

vom
Aus der Redaktion des Quickborner Tageblatts

Quickborn | Der Geduldsfaden von Panagiotis Memetzidis ist gerissen. „Am Montag werden wir Strafanzeige gegen Kabel Deutschland und die Firma FMG stellen“, erklärte der Geschäftsführer der Stadtwerke Quickborn gestern gegenüber dieser Zeitung.

Den Grund für diesen drastischen Schritt kommunizierten die Stadtwerke gestern per Pressemitteilung: „Am späten Donnerstagnachmittag wurde bei Tiefbauarbeiten im Auftrag der Kabel Deutschland GmbH eine der Haupt-Glasfaserleitungen des Telekommunikationsanbieters Telquick so stark zerstört, dass dies zu einer Großstörung in Teilen des Netzgebiets führte.“ Es sei das dritte Mal, „dass die von der Kabel Deutschland beauftragte Tiefbaufirma FMG Versorgungsleitungen der Stadtwerke oder Telquick zerstörte“.

Die Schadens-Chronik: Am 29. Juni war bei einer Bohrung im Harksheider Weg ein Gasleck entstanden, so dass aus die Anwohner aus zehn Häusern aufgrund der Explosionsgefahr zeitweilig evakuiert werden mussten. Zudem war die Gasversorgung für mehr als 50 Haushalte stundenlang unterbrochen.

Auf Nachfrage berichtete Memetzidis von einem Vorfall am 19. August, als bei Arbeiten in der Feldbehnstraße ein Stromkabel beschädigt wurde. Weil das Kabel außen beschädigt wurde, habe sich der akute Schaden in Grenzen gehalten, sagte Memetzidis: „Aber da kommen Folgekosten auf uns zu.“

Der jüngste Schaden entstand am vergangenen Donnerstag, als eine Glasfaserleitung der Stadtwerke-Tochter Telquick in der Feldbehnstraße auf Höhe des Markant-Markts bei Tiefbauarbeiten in Mitleidenschaft gezogen wurde. Nach Angaben der Stadtwerke gingen deshalb etwa 700 Anrufe von Kunden ein, die Telquick teilweise mit Internet-, TV- und Telefonanschlüssen versorgt.

Daraufhin hätten 15 Personen mit Hochdruck an den Reparaturen gearbeitet. „Die Versorgung ist wieder hergestellt, dafür haben wir bis fünf Uhr morgens gearbeitet“, berichtete Stadtwerke-Mitarbeiterin Jeannine Kuper. „Jetzt ist es zu viel des Guten, das kann ich nicht mehr akzeptieren. Ich kann nicht mehr zugucken, wie unser Netz kaputtgemacht wird“, ließ Memetzidis seinem Ärger freien Lauf. Allein die Kosten für den Vorfall am Donnerstag beliefen sich auf eine fünfstellige Summe. „Den genauen Schaden müssen wir noch kalkulieren.“

Von Kabel Deutschland waren gestern keine Auskünfte zu bekommen. Man müsse erst Informationen aus den Fachabteilungen einholen, antwortete eine Pressereferentin per E-Mail auf Anfrage dieser Zeitung. Auch die Firma FMG gab auf Anfrage keine näheren Auskünfte zu dem Vorgang.

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erstellt am 29.Aug.2015 | 16:00 Uhr

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