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AKN-Zugang in Ellerau : Geht da doch noch was?

vom
Aus der Redaktion des Quickborner Tageblatts

Bürgermeister Thomas Köppl kündigt für die kommende Woche eine Entscheidung an.

Quickborn / Ellerau | Besteht noch eine Chance, dass ein neuer AKN-Zugang an der Bahnstraße geöffnet wird? Bürgermeister Thomas Köppl (CDU) kündigte am Rande eines Pressegesprächs im Rathaus eine erneute Beratung über das weitere Vorgehen an. „Wir müssen langsam im Interesse der Bürger eine abschließende Entscheidung herbeiführen“, sagte der Verwaltungschef.

Wie berichtet, wurde der Zugang an der Bahnstraße zum AKN-Bahnhof Ellerau 2011 von heute auf morgen durch die Eisenbahnaufsicht des Verkehrsministeriums per Maschendrahtzaun gesperrt, weil eine Überquerung der Landesstraße 76 (L76), auf der täglich bis zu 10.000 Autos und Lkw fahren, zu gefährlich sei. Quickborn und Ellerau waren sich schnell einig, dass ein Zugang an einer anderen Stelle her muss. Allerdings können sich die beiden Kommunen seit Monaten nicht über die Kostenübernahme einigen, obwohl es eine mündliche Fifty-Fifty-Vereinbarung gab. Das Projekt kostet etwa 160.000 Euro.

Die Kostenübernahme war auch Thema während der jüngsten Sitzung des Nachbarschaftsausschusses in Ellerau. Quickborn will die Hälfte weiterhin übernehmen. „Wir haben das Geld im Haushalt. Wenn Ellerau zahlt, geht es gleich los“, erklärte Quickborns Stadtrat Klaus H. Hensel (CDU).

Ellerau will sich jedoch nur mit 25.000 Euro an den Kosten beteiligen. Den Rest soll Quickborn übernehmen, weil der Zugang von mehr Eulenstädtern als Ellerauern genutzt werde, so die Begründung. Während der Ausschusssitzung wurde erneut deutlich, dass wenig Interesse von Seiten Elleraus besteht, den Kostenanteil zu erhöhen, weil wohl nur wenige Passanten den neuen Übergang nutzen würden.

Im Verlauf der Debatte stellte sich heraus, dass das Angebot von Bürgermeister Köppl, der Gemeinde Ellerau das fehlende Geld zunächst vorzuschießen, nicht an die Gremien weitergegeben wurde. Der Ausschussvorsitzende Helmut Wirtz (SPD) erklärte, dass man das nachholen werde. Es sei jedoch bereits aus dem Ellerauer Finanzausschuss zu hören gewesen, dass Mitglieder Zweifel geäußert hätten, dass dieser Bahnsteigzugang überhaupt zurzeit notwendig sei. Man solle erst den zweispurigen Ausbau der AKN, die Einrichtung der S21 und die Beseitigung des höhengleichen Bahnüberganges abwarten, da sich dadurch sicher neue Maßnahmen ergeben. Hensel vertritt indes eine andere Meinung: „Wir sehen es so, dass der Bahnsteigzugang jetzt gebaut werden muss. Die S21 oder der Bahnübergang dauern noch so lange, dass es sich lohnt. Wir in Quickborn haben nicht vor, noch länger zu warten.“

Auch die Bürgerinitiative (BI) Quickborn 2011 lässt nicht locker. Ernst Klöpner, Vorsitzender der BI, hat einen offenen Brief an Elleraus Bürgermeister Urban geschrieben. Darin beschreibt er die Situation und appelliert: „Wir hoffen darauf, dass Sie Ihre Haltung noch einmal überdenken und sich zur Umsetzung dieser Baumaßnahme durchringen können.“

Wie die Sache auch ausgehen wird: „Die Lehre, die wir daraus ziehen, ist die, dass informelle Vereinbarungen mit Ellerau künftig nicht mehr möglich sind. Wir werden künftig alles schriftlich fixieren“, sagte Köppl.

Am Donnerstag, 16. Oktober,  wird das Thema Bahnzugang im Ausschuss für Stadtentwicklung und Umwelt beraten. Beginn in der Mensa der Comenius-Schule , Am Freibad 3 - 11, ist um 18.30 Uhr.
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erstellt am 10.Okt.2014 | 10:00 Uhr

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