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Quickborner Tageblatt

13. Dezember 2017 | 08:30 Uhr

Quickborn : Gegen Geldsorgen nach der Geburt

vom
Aus der Redaktion des Quickborner Tageblatts

Vortrag der Norderstedter Juristin Sascha Lotzkat zu den Themen Elterngeld und Elternzeit im Haus Roseneck fand großen Anklang.

shz.de von
erstellt am 28.Apr.2015 | 12:15 Uhr

Quickborn | Das große Interesse an dem Vortrag „Elterngeld und Elternzeit“ der Norderstedter Rechtsanwältin Sascha Lotzkat überraschte auch Gudrun Gaden, Leiterin der Evangelischen Familienbildung Pinneberg. Im Quickborner Haus Roseneck begrüßte sie 25 Interessierte.

Auf Zwischenfragen ging die Referentin direkt ein. Dabei wurde deutlich, wie komplex das Regelwerk des Gesetzgebers ist. Zum Beispiel wird unterschieden zwischen Geburten bis zum 30. Juni 2015 und Geburten seit dem 1. Juli 2015. „Grundsätzlich aber will der Staat mit dem Elterngeld junge Familien nach der Geburt eines Kindes finanziell absichern“, bestätigte Lotzkat den Zuhörern. „Anspruch auf Elterngeld haben Mütter und Väter, die ihre Kinder nach der Geburt selbst betreuen und erziehen und nicht mehr als 30 Stunden in der Woche erwerbstätig sind“, erklärte die Anwältin. Das Basiselterngeld werde an Väter und Mütter für maximal 14 Monate gezahlt. Beide können den Zeitraum untereinander aufteilen, ein Elternteil kann dabei mindestens zwei und höchstens zwölf Monate für sich in Anspruch nehmen. Zwei weitere Monate gebe es, so Lotzkat, wenn sich auch der Partner an der Betreuung des Kindes beteiligt und so mindestens zwei Monate Erwerbseinkommen wegfallen. Alleinerziehende, die das Elterngeld zur Kompensation des wegfallenden Einkommens beziehen, könnten die vollen 14 Monate Elterngeld in Anspruch nehmen. 

Die Zuhörer erfuhren, dass das Elterngeld sich an der Höhe des monatlichen Nettoeinkommens orientiert, das der betreuende Elternteil vor der Geburt des Kindes hatte. Liegt es zwischen 1000 und 1200 Euro, ersetzt das Elterngeld das nach der Geburt wegfallende Einkommen zu 67 Prozent. Für Nettoeinkommen ab 1200 Euro vor der Geburt  sinkt die Kompensation von 67 auf 65 Prozent. Für Geringverdiener mit einem Einkommen unter 1000 Euro steigt die Ersatzrate schrittweise auf bis zu 100 Prozent: Je geringer das Einkommen, desto höher die Ersatzrate. Die Referentin erläuterte auch die Kombination von Elterngeld Plus und Partnerschaftsbonus. Das Elterngeld Plus sei auf Mütter und Väter zugeschnitten, die während des Bezugs in Teilzeit arbeiten wollten. Sie hätten dann die Möglichkeit, diese Leistung länger als bisher in Anspruch zu nehmen. Sie bekommen demnach doppelt so lange Elterngeld – in maximal halber Höhe – und können so ihr Elterngeldbudget besser ausschöpfen.

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