Harksheider Weg in Quickborn : Gasleck hält die Stadt in Atem

Stadtwerke-Bereichsleiter Sven Bäumler (r.) und sein Team benötigten nur 20 Minuten, um das Leck zu finden.
Stadtwerke-Bereichsleiter Sven Bäumler (r.) und sein Team benötigten nur 20 Minuten, um das Leck zu finden.

Evakuierung im Harksheider Weg. Mehr als 50 Haushalte ohne Versorgung. Bohrung als Ursache.

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30. Juni 2015, 12:15 Uhr

Quickborn | Ein Gasleck hat Anwohner des Harksheider Wegs, Mitarbeiter der Stadtwerke und Einsatzkräfte in Quickborn am Montag in Atem gehalten. Aus zehn Häusern wurden Menschen evakuiert, die Gasversorgung für mehr als 50 Haushalte war stundenlang unterbrochen. In den Häusern in der Nähe des Lecks stellten die Stadtwerke aus Sicherheitsgründen auch den Strom ab. „Wir konnten Explosionsgefahr nicht ausschließen“, erklärte Stadtwerke-Geschäftsführer Panagiotis Memetzidis.

Die Reparaturarbeiten an der Gasleitung sollten nach Auskunft von Sven Bäumler, Stadtwerke-Bereichsleiter Technik/Netze, noch gestern beendet werden. „Jetzt kehrt wieder Ruhe ein“, sagte Bäumler am Nachmittag, nachdem Feuerwehr, Polizei und Stadtwerke die Stelle des Lecks ermittelt, Gas und Strom abgestellt, den Bereich weitläufig abgesperrt und Anwohner evakuiert hatten. 

Noch am frühen Nachmittag herrschte eine ganz andere Gemütslage bei allen Betroffenen. Wie Feuerwehr und Stadtwerke berichteten, sei das Leck in der Gasleitung bei Bauarbeiten auf Höhe des Harksheider Wegs 190, Ecke Ulzburger Landstraße, entstanden. „Die Firma hat eine Bohrung durchgeführt und dabei eine Gasleitung getroffen“, berichtete Bäumler.  

Dann ging alles ganz schnell: Ein Mitarbeiter der Baufirma meldete  den Stadtwerken Gasgeruch. Daniel  Dähn, Stadtwerke-Mitarbeiter und stellvertretender Wehrführer in Personalunion, benachrichtigte die Kameraden, die laut Einsatzleiter Thomas Schröder mit 30 Mann und  neun Fahrzeugen ausrückten, nachdem um 14.29 Uhr der Alarm eingegangen war. Die Stadtwerke entsendeten laut Memetzidis zehn Spezialisten.

Was folgte, war eine Phase konzentrierter Anspannung. Etwa 20 Minuten seien vergangen, bis die beschädigte Leitung ermittelt gewesen sei, berichtete Memetzidis. Nachdem Strom- und Gaszufuhr gestoppt und Anwohner evakuiert worden waren, machten sich die Stadtwerke-Mitarbeiter daran, die Gaskonzentration zu messen. „Das Problem war, dass sich das Gas verteilt. Deshalb haben wir die Gullydeckel abgenommen, weil diese im Falle einer Explosion hochgeschleudert worden wären“, schilderte Bäumler das Vorgehen der Experten. Doch diese Gefahr wendeten die Einsatzkräfte ab. „Jetzt spülen wir das restliche Gas aus“, sagte Bäumler. Anschließend nahm eine kurzerhand beauftragte Tiefbaufirma die Reparaturarbeiten auf – und der Adrenalinspiegel bei allen Beteiligten sank wieder.

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