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Minischule in Ellerau : Frische Küche ersetzt Konserven

vom
Aus der Redaktion des Quickborner Tageblatts

Kritik an der Mittagsversorgung durch die Ellerauer Seniorenresidenz. Die Politik stimmt für eine Lösung mit dem bestehendem Mensateam.

shz.de von
erstellt am 24.Jun.2016 | 12:21 Uhr

Ellerau | Tomatensuppe, die lediglich aus Tomaten aus der Dose mit Salz und Pfeffer besteht, sind für die Eltern der Minischüler „Pfiffikus“ kein Zustand mehr. Derzeit wird die Schule von der Ellerauer Seniorenresidenz mit Essen für die Kinder beliefert. Dies soll sich aufgrund der erheblichen Qualitätsverschlechterung jedoch nun ändern.

„Die Küchenleitung der Mensa der Grundschule sieht sich in der Lage und hat Bereitschaft signalisiert, auch die Mittagsverpflegung für die Minischule frisch zuzubereiten“, las Ausschussvorsitzender Christian Valerius (BVE) während der Sitzung des Ausschusses für Kinder, Jugend und Bildung (KJB) am Mittwochabend den Sachverhalt vor. Kerstin Gagelmann, Leiterin der Minischule, schilderte den Ausschussmitgliedern die Situation: „Wir haben mit den Jahren einen deutlichen Abfall der Qualität feststellen müssen. Alles hat sich mit dem Wechsel der Leitung und wahrscheinlich auch des Küchenchefs geändert.“ Sie sei stets von frisch gekochtem Essen ausgegangen, doch als sie sich kürzlich selbst von der Lage in der Küche der Seniorenresidenz ein Bild machte, hätte sie feststellen müssen, dass dort fast ausschließlich Konservendosen zum Einsatz kommen. „Wir haben zahlreiche Beschwerden der Eltern.

 Kerstin Gagelmann, Leiterin der Minischule.

 Kerstin Gagelmann, Leiterin der Minischule.

Nicht, weil die Kinder nicht satt werden, sondern weil das Essen nicht gut ist“, berichtete Gagelmann. Ganz anders sehe es in der Mensa der Grundschule aus. Hier werde ausschließlich mit frischen Zutaten gekocht. Zudem wären bei einer internen Lösung Wege in Zukunft sehr viel kürzer.

Jedoch sei dieses Vorhaben an den geplanten Umbau der Mensaküche gekoppelt. Dafür wurden im Haushalt der Gemeinde bereits 20.000 Euro bereitgestellt. Allerdings soll der Umbau laut Planung noch bis Ende des Jahres andauern. „Wir hatten vor kurzem einen Küchenplaner bei uns, der die Pläne, die vor zwei Jahren gemacht wurden, noch einmal überarbeitet hat. In der Zwischenzeit hat sich viel geändert“, sagte Brigitte Izzo, die als Hauptkraft in der Mensa der Grundschule tätig ist. Damals habe das Team noch für 150 Kinder gekocht, heute seien es 155 und die mehr als 50 Minischüler kämen noch hinzu.

Der Platz der Mensa reiche für die Versorgung der Schüler problemlos. Gagelmann betonte, dass es wichtig für die Schüler sei, weiterhin in den eigenen Räumen zu Mittag zu essen: „So können wir sehr viel flexibler bleiben“. Jedoch plädierte sie dafür, nicht mit einer „schwammigen Lösung“ in die Mittagsversorgung zu starten. „Improvisation bringt nur Unruhe rein. Wenn alles komplett fertig ist, dann können wir gern direkt richtig starten“, so Gagelmann.

Die Politiker aller Fraktionen sprachen sich dafür aus, den Umbau der Küche bereits in den Sommerferien, wenn dort kein Durchgangsbetrieb ist, zu starten und abzuwarten, wie weit sie kommen und ob das bereitgestellte Geld aus dem Haushalt für die Maßnahmen ausreicht. Einstimmig votierten die Ausschussmitglieder dafür, dass die Mittagsverpflegung der Minischule in Zukunft vom bestehnden Mensateam übernommen werden soll. Die finale Entscheidung über die Maßnahmen trifft am Donnerstag, 14. Juli, die Gemeindevertretung.

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