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Caritas-Migrationsdienst : Frische Helfer für neue Bürger in Quickborn

vom
Aus der Redaktion des Quickborner Tageblatts

Das Caritas Team des Migrationsdienstes in Quickborn hat Verstärkung erhalten. Die Sprechstunden werden auch in den Landessprachen angeboten.

Quickborn | Neue Gesichter im Team des Caritas-Migrationsdienstes: Seit Januar berät Katharina Seiler Geflüchtete und Einwanderer in Quickborn und Barmstedt. Annika Abellán Rodríguez betreut Schutzsuchende in der Eulenstadt. Laila Rastagar bietet seit Februar in Quickborn persische, Shala Barzingy arabische und kurdische Sprechstunden an. „Wir sind Teil einer Kooperation mit der Diakonie und der Stadt. Wir pflegen eine sehr gute Zusammenarbeit“, betonte die Migrationsberaterin und Teamleiterin Andja Ždravac-Vojnovic.

Die Caritas hat Seilers Stelle mit einem Umfang von wöchentlich 30 Stunden neu geschaffen. Finanziert wird sie vom Land. Die Aufgabe der 25-Jährigen besteht darin, Geflüchtete zu aufenthaltsrechtlichen Fragen zu beraten. Sie erläutert ihnen zum Beispiel, mit welchem Aufenthaltstitel sie Anspruch auf Kindergeld haben, wie Angehörige zusammengeführt werden und wie sie Geld verdienen können.

25-jährige Seiler schloss vor Kurzem ihr Studium ab

Seiler stammt aus Freiburg. Im September schloss sie in Tübingen ihr Studium der empirischen Kulturwissenschaft sowie der Erziehungswissenschaft mit dem Schwerpunkten Soziale Arbeit und Sozialpädagogik ab. „Ich sehe es als Dienst an der Gesellschaft, für ein gutes Miteinander zu wirken“, sagte die Neu-Quickbornerin. Sie sei zuversichtlich, eine gute Kommunikationsebene zu finden. Seiler spricht Spanisch, Französisch und Englisch.

Die Stadt Quickborn finanziert die 30-Stunden-Stelle von Abellán Rodríguez aus dem Integrationszuschüssen des Landes. Sie besucht Geflüchtete in ihren Unterkünften. „Es geht darum, vor Ort zu prüfen: Seid ihr gut aufgehoben? Nehmt ihr die Angebote wahr?“, berichtete Ždravac-Vojnovic. Zu Hause seien die Menschen entspannter als in einem Beratungsbüro und erzählten eher, ob ihre Kinder Schwierigkeiten in der Schulen haben. Abellán Rodríguez prüft, ob Traumatisierungen vorliegen, ob Gewalt in der Familie herrscht und Fachleute eingeschaltet werden sollten.

37-jährige Abellán Rodríguez lebte eineinhalb Jahre in Brasilien

Die 37-Jährige studierte in Köln Regionalwissenschaften für Lateinamerika, Volkswirtschaft, Politikwissenschaft, Iberoamerikanische Geschichte, Portugiesisch und Spanisch mit Literatur- und Sprachwissenschaften. Während der Studiums lebte sie eineinhalb Jahre lang in Brasilien. In Athen arbeitete sie für die Special-Olympics, einem sportlichen Wettbewerb für Menschen mit geistiger Behinderung. Als Assistentin des Generalpräsidenten der katholischen Organisation der Vinzenz-Konferenzen arbeitete sie in Madrid, Paris und Nairobi. Sie aquirierte Krankenschwestern aus Europa für den deutschen Markt. Abellán Rodríguez ist mit einem Spanier verheiratet. Sie leben seit zwei Jahren in Quickborn. „Ich kann gut nachvollziehen, wie es ist, an einem neuen Ort anzukommen und nichts zu kennen“, sagte sie. Bei Konflikten zwischen Einheimischen und Migranten könne sie daher gut vermitteln. Es sei ihr eine Herzensangelegenheit, Menschen zu integrieren. „Ich kenne die Freude, wie es ist, wenn man sich eingefunden hat“, sagte sie.

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erstellt am 03.Feb.2017 | 12:00 Uhr

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