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Quickborner Tageblatt

18. Oktober 2017 | 19:15 Uhr

Quickborn : Freundschaften für das ganze Leben

vom
Aus der Redaktion des Quickborner Tageblatts

Klassentreffen: 60 Jahre nach der Schulentlassung pflegen die ehemaligen Schulkameraden der Realschule Quickborn den Kontakt

Im Jahr 1956 hieß es für die Schüler der Klassen 10  a und 10  b der ehemaligen Quickborner Realschule „nie wieder Schule“. Viele Wege trennten sich nur kurze Zeit danach. Manche blieben der Eulenstadt treu. Für einige ging es in die nicht weit entfernte Hansestadt Hamburg. Doch auch nach Australien, Neuseeland, Spanien, England und Schweden verschlug es die ehemaligen Klassenkameraden.

60 Jahre nach der Schulentlassung trafen sich 16 ehemalige Klassenkameraden in Quickborn beim Torfwerk. „Wir machen eine gemütliche Lorenfahrt und können dabei über alte Zeiten quatschen und in Erinnerungen schwelgen“, sagte Ute Berger-Helfers, die sich in diesem Jahr mit einer Freundin um die Organisation des Klassentreffens gekümmert hat. Doch für sie war nicht nur die wunderschöne Landschaft im Quickborner Himmelmoor ausschlaggebend. „Unser damaliger Lehrer ist mit uns häufig durch in das Moor gefahren und wir mussten Ausschau nach fleischfressenden Pflanzen halten“, erinnerte sich die 76-Jährige. Leider sei dieser Lehrer vor drei Jahren verstorben und deshalb sei die Fahrt auch ein Gedenken an ihn.

Für den Abgangsjahrgang 1956 war es bereits das siebte Treffen. Doch die Wiedersehensfreude unter den ehemaligen Klassenkameraden war groß. Kaum war eine Silhouette am Horizont zu erkennen, ging das große Rätselraten los. „Das ist doch Henning oder nicht“, fragte eine Frau. „Ne, ich glaube das ist er nicht“, lautete eine Antwort. Egal, wer es am Ende war, er wurde umarmt und in die Gruppe aufgenommen. Nach der Fahrt durch das Himmelmoor ging es noch zu einem gemeinsamen Essen in der Wulfsmühle in Tangstedt. Manche nahmen weite Autoreisen, aus Bremen, Heidelberg oder auch Plön, auf sich, um nach Quickborn zu kommen. „Man freut sich einfach, dass es den anderen gut geht“, sagte Berger-Helfers.

„Aus Schulfreundschaften sind teilweise intensive Freundschaften geworden und sie werden gepflegt“, betonte sie. Einige haben sich zusammengefunden und eine Interessengruppe gegründet. Gemeinsam besuchen sie Kunstausstellungen und erkunden Städte. „Wir sind meist im Bremer Raum unterwegs“, erklärte Berger-Helfers.

Auch nach Australien hat sie noch Kontakt. „Sie überlegt, ob sie zum nächsten Treffen hier her kommen kann“, kündigte sie weiter an. Jedoch sei es möglich, dass dies das letzte Treffen der ehemaligen Klassenkameraden ist. „Ich mache die Organisation nicht noch einmal. Ich habe Adressenlisten verteilt und jeder kann selbst entscheiden, ob er es übernehmen will“, sagte Berger-Helfers.

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