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Mit der Kamera auf Geschichtenjagd : Fotoprojekt der Stadtjugendpflege

vom
Aus der Redaktion des Quickborner Tageblatts

Jugendliche entdecken ihre Nachbarschaft. „Me & My Hood“ ist das Motto, unter dem Jugendliche ganz neue Einblicke in ihre Umgebung bekommen können.

Quickborn | Humans of New York“ heißt ein  Blog, der sich seit 2010 wachsender Beliebtheit erfreut. Die Idee: Der Macher des Blogs fotografiert Einwohner der US-amerikanischen Millionenmetropole und erzählt deren  persönliche Geschichten. Angelehnt an dieses Konzept startet im Haus der Jugend jetzt ebenfalls ein Foto-Projekt. „Me & My Hood“ ist das Motto,  unter dem Jugendliche ganz neue Einblicke in ihre Umgebung bekommen können.

Informationen zu dem neuen Fotoprojekt „Me & My Hood“ gibt es im Internet auf der Webseite der Stadtjugendpflege. stadtjugendpflege-quickborn.de

„Natürlich vermitteln wir den Teilnehmern auch das professionelle Know-How“, sagt Stadtjugendpflegerin Birgit Hesse. Denn egal, ob mit Spiegelreflexkamera oder Smartphone: Der Fototechnik sind keine Grenzen gesetzt. Doch die handwerklichen Finessen stehen bei diesem Projekt nicht im Vordergrund. „Der Gedanke ist, den Blick zu schärfen, und miteinander in den Dialog zu kommen“, so Hesse weiter.  Rausgehen und Menschen ansprechen, von denen man überhaupt nichts weiß, obwohl man ihnen jeden Tag begegnet – das ist die  Aufgabe, bei der die Stadtjugendpflege den jungen Teilnehmern zur Seite steht. „Erst einmal wollen wir Ideen entwickeln“, verrät Hesse.

Wichtig ist  die Überlegung: „Wen wollte ich schon immer mal etwas fragen?“ Hesse: „Das kann der Nachbar sein, oder der Typ, der jeden Tag im Schulbus vorne rechts sitzt.“ Zum Ideen sammeln können die Jugendlichen im Alter zwischen  zwölf und  17 Jahren jeweils montags in der Zeit von 16 bis 17.30 Uhr ins Haus der Jugend im Ziegenweg 3 kommen. Eine Anmeldung sei nicht nötig, sagt  Hesse. Auch Equipment für Teilnehmer, die keine eigene Kamera haben, sei in den Räumen vorhanden.

Gemeinsam mit ihrer Kollegin Susanne Golditz hilft Hesse  den Teilnehmern dabei, Ideen zu entwickeln und Unsicherheiten abzubauen – denn Fremde anzusprechen, dazu gehöre auch immer eine Portion Mut, weiß Hesse. „Die Fotografierten können dann etwas aus ihrem Leben preisgeben – so viel oder so wenig sie möchten“, so die Stadtjugendpflegerin weiter.

 Das Projekt  sei ergebnisoffen. „Wenn wir das Gefühl haben, dass wir einiges an Material zusammengestellt haben, können wir eine Werkschau machen, vielleicht auch mehr“, sagt Hesse. Schließlich  ist das Projekt eine Kooperation mit Edwin Zaft, dem Betreiber des „Offenen Ateliers und Kurator der „Galerie VB“. 

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erstellt am 20.Feb.2016 | 10:00 Uhr

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