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Interimsabteilung Flüchtlinge : Flüchtlinge: Rathaus Quickborn bündelt Kräfte

vom
Aus der Redaktion des Quickborner Tageblatts

Zehnköpfige Interimsabteilung kümmert sich um Unterbringung der Asylbewerber.

Quickbor | Vor dem Quickborner Rathaus steht ein Möbelwagen. Tische und Schränke werden in den Sitzungstrakt geschleppt. Dort wo vorher politische Entscheidungen getroffen wurden, entsteht das Hauptquartier einer neuen Rathaus-Sondereinheit: der „Interimsabteilung Flüchtlinge“. Bürgermeister Thomas Köppl (CDU) reagiert mit diesem Schritt auf steigende Asylbewerber-Zahlen. „Mit unserem bisherigen Management kommen wir nicht mehr klar“, sagt der Verwaltungschef.

Ein zehnköpfiges Team kümmert sich ab Montag um die Unterbringung der ankommenden Menschen – darunter Vollzeit- sowie Acht-Stunden-Stellen. Für Wirtschaftsförderin Maren Rusch bedeutet das erst einmal umdenken. Denn sie leitet die Abteilung und hat jetzt die Aufgabe, Wohnungen anzumieten und Gewerbeflächen aufzutreiben und umzufunktionieren.

Die Möbel müssen jetzt schnell aufgebaut werden. Denn das Team arbeitet gegen die Zeit. Inzwischen kommen bis zu dreimal die Woche Flüchtlinge in Quickborn an. Für die kommenden Wochen rechnet Köppl mit 20 Asylbewerbern pro Woche. Handfeste Zahlen gibt es nicht. Er kann nur spekulieren. „In den vergangenen drei Wochen kamen 2000 Flüchtlinge in Schleswig-Holstein an, etwa ein Prozent betreut die Verwaltungsgemeinschaft Quickborn“, so Köppl. Laut Volker Dentzin, Fachbereichsleiter Einwohnerangelegenheiten, der ebenfalls zum neu geschaffenen Team gehört, sind in Quickborn derzeit etwa 170 Menschen untergebracht, in Hasloh und Bönningstedt etwa 60. „Unser Ziel ist es, für alle eine adäquate Bleibe zu finden, dazu zählen keine Turnhallen wie in anderen Städten“, so Köppl.

Bisher werden Flüchtlinge dezentral untergebracht

Bisher konnten alle Menschen, die in Quickborn ankamen, dezentral untergebracht werden. Dafür hat die Stadt mehr als 30 Wohneinheiten angemietet und sogar sechs gekauft. Aber der Platz wird knapper. Auch Hotelzimmer kommen inzwischen in Frage. Zudem ist eine Notaufnahme im Gespräch – eine passende Immobilie ist aber laut Dentzin noch nicht gefunden.

Eines steht jedoch fest: „Wir müssen Luft für die kommenden Monate schaffen“, sagt Köppl. Dabei sei die Unterstützung der Quickborner enorm. „Wir bekommen sehr viele Mietangebote“, sagt Dentzin. Die Bündelung der Rathaus-Kräfte bedeutet auch Abstriche. „Bestimmte Verwaltungsaufgaben können nicht mehr mit derselben Qualität und Schnelligkeit geleistet werden“, so Köppl.

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