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Quickborner Tageblatt

22. November 2017 | 06:16 Uhr

Hausgeburt : Fietes Geburtsort: Das Wohnzimmer

vom
Aus der Redaktion des Quickborner Tageblatts

Einer der jüngsten Bewohner der Stadt ist ein waschechter Quickborner, er ist dort geboren.

shz.de von
erstellt am 24.Mai.2017 | 17:27 Uhr

Quickborn | 3450 Gramm und 51 Zentimeter geballtes Glück: Der kleine Fiete sorgt seit dem 24. April für Leben in der Wohnung seiner Eltern Rebecca und Mads Leithner. Ein Krankenhaus hat der Knirps noch nie von innen gesehen, auch während der Geburt nicht. Fiete ist zu Hause auf die Welt gekommen – ganz entspannt. Seine Eltern ließen sich ausschließlich von einer Hebamme begleiten und haben diesen Weg nicht bereut. Gestern bekam Fiete offiziellen Besuch. Quickborns Bürgermeister Thomas Köppl (CDU) und Standesbeamtin Sabine Schröder schauten nach dem neuen Erdenbürger und hatten natürlich ein Geschenk dabei.

Für Mama Rebecca war von Beginn  an klar: Sie möchte zu Hause entbinden. „Eine Geburt ist für mich etwas ganz Natürliches, und dazu brauche ich – wenn alles gut ist – keinen Arzt“, sagte sie. Konsequent ging sie ihren Weg, verzichtete ab der 18. Schwangerschaftswoche auf die Konsultationen beim Frauenarzt und ließ sich ausschließlich von ihrer Hebamme betreuen. Daran musste sich Ehemann Mads erst gewöhnen. „Ich habe mich dann aber mit dem Thema beschäftigt und festgestellt, dass eine Hausgeburt normalerweise kein Problem ist.“ Zur Sicherheit meldeten sie sich allerdings im Krankenhaus an, denn ein Risiko wären die jungen Eltern nie eingegangen. „Ich hätte auch während der Geburt jederzeit in eine Klinik wechseln können und hätte das auch getan, wenn es nötig gewesen wäre“, sagte Rebecca Leithner. Fiete machte seine Sache allerdings hervorragend. 14 Stunden lang pendelte seine Mama zwischen dem Sofa im Wohnzimmer und einem kleinen, mit warmem Wasser gefüllten Planschbecken hin und her. Dann war der Knirps da.  „Ich konnte während der Geburt machen, was ich wollte. Ich habe sogar in der Küche ein Nutellabrot gegessen, als ich darauf Appetit hatte.“

Ein wachsames Auge hatte dabei  auch die erst zehn Monate alte Labrador-Hündin Ida auf die werdende Mama. Und nicht zuletzt Papa Mads. „Ich habe einen Mann an meiner Seite, der mich immer voll unterstützt hat“, sagte Rebecca Leithner. Geprägt hat sie die Hausgeburt einer Freundin vor vier Jahren. Die Erzieherin durfte dabei sein. „Das war toll, und danach wusste ich, dass ich das so auch will.“ Verwaltungschef Thomas Köppl und  Standesbeamtin Sabine Schröder, die das Ehepaar Leithner auch getraut hat,  gratulierten gestern mit einem  Schmusetier zu Fietes Geburt.

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