130 Jahre Feuerwehr Quickborn : Feuerwehr Quickborn lädt zum Tag der offenen Tür ein

Die beiden Quickborner Wehrführer Wido Schön (rechts) und Daniel Dähn laden alle Quickborner und interessierte Gäste aus der Region zum Tag der offenen Tür ein.
Die beiden Quickborner Wehrführer Wido Schön (rechts) und Daniel Dähn laden alle Quickborner und interessierte Gäste aus der Region zum Tag der offenen Tür ein.

Am 23. Juni geben die Kameraden Einblicke in die Arbeit, Räumlichkeiten und Fuhrpark. Spielparcours für Kinder.

shz.de von
13. Juni 2018, 12:00 Uhr

Quickborn | Sie tragen viel Verantwortung – für ihre Unterkunft, den Fuhrpark und die Ausrüstung. Sie haben unzählige Fortbildungen und Schulungen und hetzen inzwischen von Einsatz zu Einsatz: Quickborns Feuerwehrkameraden sind beschäftigt, sehr sogar. Trotzdem nehmen sie sich die Zeit für die angenehmen Seiten ihres Ehrenamts und laden alle Quickborner Bürger für Samstag, 23. Juni, von 11 bis 17 Uhr zum Tag der offenen Tür ein. In und um die Wache in der Marktstraße 9 zeigen die 107 aktiven Kameraden, vor allem aber die Mitglieder der Jugendwehr, wie sie arbeiten. Eine gute Gelegenheit für die Besucher, miteinander und mit den Profis der Feuerwehr ins Gespräch zu kommen.

Termin eigentlich zu früh

Kenner der Feuerwehr wissen, dieser Termin kommt eigentlich zu früh. „Der Tag der offenen Tür findet normalerweise alle drei Jahre statt und wäre damit erst 2019 dran. Da sind wir aber Gastgeber des Pfingstzeltlagers, und zwei so große Veranstaltungen sind einfach zu viel“, sagte Wehrchef Wido Schön. Bei der Großveranstaltung im kommenden Jahr werden diejenigen gefragt sein, die Schön auch jetzt besonders herausstellen möchte: die 16 Mitglieder der Jugendfeuerwehr. Und das nicht nur, weil die Gruppe seiner Ansicht nach gern etwas größer sein dürfte, sondern auch, weil die Jugendlichen durchaus der ganze Stolz der Feuerwehr sind. Außerdem sind sie nah dran an den jüngsten Besuchern und können bei ihnen am besten die Begeisterung für den Rettungsdienst wecken.

Deshalb haben die Organisatoren bei der Zusammenstellung des Rahmenprogramms auf sie das Augenmerk gerichtet. „Wir bauen auf dem Parkplatz einen Spieleparcours auf, den die Kinder abarbeiten können“, so Schön. Die einfach zu bewältigenden Aufgaben sollen einen Eindruck vermitteln, wie die Feuerwehr arbeitet. Für jede besuchte Station gibt es einen Stempel, und wenn die Karte voll ist, wartet eine Überraschung auf den Inhaber.

Übungseinsatz für Feuerwehrnachwuchs

Dazu fährt der Feuerwehrnachwuchs einen Übungseinsatz und wird auf dem benachbarten Gelände der Quickborner Stadtwerke eine Holzhütte löschen. An einem Stand können Eltern ein Foto von ihrem Kind in Uniform machen lassen, und die Mitglieder der Absturzsicherung, eine Spezialeinheit der Feuerwehr, zeigen, wie sie ihre Kameraden sichern, wenn die in großen Höhen zu tun haben. Natürlich darf die Demonstration, bei der eine eingeklemmte Person aus einem Wrack geborgen wird, nicht fehlen – ein Klassiker auf allen Feuerwehrshows. „Das macht was her und wird von uns kommentiert, damit jeder nachvollziehen kann, was da gerade passiert“, sagte Vize-Wehrführer Daniel Dähn. Besucher sind außerdem zu einem Bummel durch die Wache mit Versammlungsraum, Zentrale und Fahrzeughalle eingeladen. In Filmen und Bildern wird hier die Arbeit der Kameraden dokumentiert. Selbstverständlich sorgen die Gastgeber für eine große Auswahl an Speisen und Getränken.

Quickborns Feuerwehr steht vor neuen Herausforderungen. Die Zahl der Einsätze steigt seit dem vergangenen Jahr kontinuierlich an und bringt die Rettungskräfte in Spitzenzeiten wie dem Herbst 2017 an den Rand ihrer Leistungsfähigkeit. 436 Mal rückten sie in 2017 aus, mehr als jemals zuvor. Und die aktuellen Zahlen zeichnen ein ähnliches Bild. „Bislang hatten wir 253 Einsätze. Das ist schon enorm“, sagte Schön. Auch vor diesem Hintergrund freuen sich die Wehrführer über die Unterstützung aus der Politik für ihren Plan einer zweiten Feuerwache in Quickborn-Heide. „Der Bedarf ist durch die große Entfernung unbedingt gegeben, und wir erkennen in dieser Frage Einigkeit durch alle Parteien“, so Schön. Im Gespräch ist offenbar ein Standort auf dem Gelände der Straßenmeisterei. Die zentrale Lage und die Nähe zur Autobahn machen ihn nach Aussage Schöns ideal.

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