zur Navigation springen
Quickborner Tageblatt

21. November 2017 | 17:03 Uhr

Fehler bei der Sanierung im Amtsgebäude?

vom
Aus der Redaktion des Quickborner Tageblatts

Kleiderkammer Kein Betrieb ohne Brandschutz

Wie geht es mit der Kleiderkammer im alten Amtsgebäude in der Ellerbeker Straße weiter? Diese Frage beschäftigt derzeit die Gremien der Gemeinde. „Die öffentliche Nutzung ist und war dort nie erlaubt, wie uns der Kreis mitgeteilt hat“, sagte Bürgermeister Peter Liske (BWG, Foto links) und ergänzte: „Ich bin froh, dass wir die Diskussion erst jetzt führen und nicht, als wir die Kleiderkammer so dringend brauchten, um die Nachfrage zu decken.“ Denn in den Kellerräumen werden Kleidungsstücke unter anderem an Flüchtlinge ausgegeben. Doch sollen die Brandschutzvorkehrungen nicht ausreichen (unsere Zeitung berichtete).

Um die Ausgabestelle weiter nutzen zu können, müssten das Brandschutzkonzept erneuert, Fenster vergrößert, eine Sicherheitsbeleuchtung installiert, ein Geländer getauscht, ein Feuerlöscher installiert und Fluchtwege ausgeschildert werden. Kosten: 12    000    Euro, die Bönningstedt selbst zahlen müsste, weil die Kleiderkammer nicht zu den üblichen Verwaltungsaufgaben gehört, die im öffentlich-rechtlichen Vertrag mit der Stadt Quickborn vereinbart sind.

„Das Gebäude ist erst für 750  000 Euro saniert worden. Nun kommt der nächste Kostenblock in Höhe von 12  000 Euro. Da frage ich mich, ob es Fehler bei der Sanierung gab“, sagte Christian Ringle (Grüne). „Wir haben kein Brandschutzproblem. Wir müssen die Maßnahmen durchführen, wenn wir weiterhin die Öffentlichkeit dort herstellen wollen. Wenn wir die Räume  nur als Lagerfläche nutzen, haben wir kein Problem“, erläuterte Liske.

„Ich habe vom Willkommensteam und dem Seniorenbeirat gehört, dass die Räumlichkeiten nur noch bis Anfang des Jahres benötigt werden“, erläuterte Niels Hansen (BWG) und ergänzte: „Wir sollten mit der Kleiderausgabe Ellerbeker Straße vorsichtig sein, damit wir keine rechtlichen Probleme bekommen, aber wir sollten das Geld nicht unnötig für wenige Monate ausgeben.“ „Wir sollten mit Mitteln sorgsam umgehen. Aber wie soll es dann da weitergehen“, fragte Rolf Lammert (CDU). Eine Lösung gab es im Ausschusses für Bauwesen und Umweltschutz nicht. Dafür einen Kompromiss. Der Ausschussvorsitzende Björn Kass (CDU, Foto rechts) will bis zur nächsten Sitzung des Ausschusses ein Gespräch mit der Fachabteilung des Amts und dem Brandschutzbeauftragten führen. „Ich bin nicht sicher, ob wir die Maßnahme nicht ohnehin aufgrund von Punkt 2.2 der Arbeisstättenrichtlinie umsetzen müssen“, merkte Kass an. In dieser ist geregelt, welche Sicherheitsvorkehrungen Unternehmen am Arbeitsplatz und in Gebäuden treffen müssen. „Persönlich würde ich vermuten, dass diese auch für die Unternehmen greift, die im Amtshaus untergebracht sind“, sagte Kass. In der Sitzung am 12. Oktober will er den Ausschuss für Bauwesen und Umweltschutz informieren. Dann soll entschieden werden.

Karte
zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen