Quickborn : FDP sagt Nein zum Umzug

Die FDP-Ratsfrauen Friederike Rübhausen (links) und Annabell Krämer  wollen den Grundsatzbeschluss von  2007 kippen.
Die FDP-Ratsfrauen Friederike Rübhausen (links) und Annabell Krämer wollen den Grundsatzbeschluss von 2007 kippen.

Die geplante Sanierung des Schulzentrums-Süd in Quickborn wird teurer als gedacht: Ging die Verwaltung 2006 noch von Kosten in Höhe von 3,5 Millionen aus, liegen sie laut aktueller Schätzung bei 8,5Millionen Euro. Die Quickborner FDP ist geschockt und will gegenlenken.

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07. Juni 2014, 10:00 Uhr

quickborn | Die Sanierung des Schulzentrum-Süds wird immer teurer. Dem will die Quickborner FDP jetzt entgegensteuern. „Wir stehen auch weiterhin zu unserem Nein zu dem Umzug der Grundschule in das Schulzentrum-Süd“, sagt Ratsfrau Friederike Rübhausen (FDP). Über die massive Kostenexplosion sei die Quickborner FDP erstaunt.

Die Liberalen beziehen sich auf die von der Verwaltung aktuell vorgelegten Zahlen: „Fakt ist, dass nach dem Grundsatzbeschluss von 2006 Kosten gemäß eines Sichtgutachtens in Höhe von 3,5 Millionen genannt wurden. Diese wurden dann am 14. Mai 2012 auf 5,6 Millionen Euro korrigiert“, führt Rübhausen aus. Der aktuellen mittel- und langfristigen Finanzplanung nach seien nun Gesamtkosten in Höhe von 7,5 Millionen Euro plus etwa eine Million Euro für die geplanten Außenanlagen des Schulzentrums-Süd zu entnehmen.

Doch es kommt noch schlimmer: Der erwartete Höchststand der Verschuldung der Stadt werde 2018 erreicht und der Betrag sei seit der erst kürzlich erfolgten Haushaltsaufstellung 2014 um knapp fünf Millionen Euro von 55,7 Millionen Euro auf 60,5 Millionen Euro gestiegen. Rübhausen: „60,5 Millionen Euro Schulden bedeuten etwa 3000 Euro für jeden Quickborner Bürger. Verbindlichkeiten, für die die kommenden Generationen aufkommen müssen.“

„Aufgrund dieser Tatsache muss die FDP Quickborn wieder auf den geplanten Umzug der Grundschule Goethe-Schule in das Schulzentrum-Süd zurückkommen“, so die Ratsfrau. Zwar hätten CDU und SPD jüngst beschlossen, den Grundsatzbeschluss von 2006 umzusetzen, die FDP hingegen setze sich für den Verbleib und eine zweizügige Sanierung der Goethe-Schule am jetzigen Standort und für die Übernahme des ehemaligen Gebäudes der Realschule Heidkamp durch das Elsensee-Gymnasium ein.

Im Mai, ein halbes Jahr nach dem Beschluss des Umzuges, habe vor der Sitzung des zuständigen Ausschusses ein Treffen der CDU, der SPD und von Bündnis 90/Die Grünen mit der Verwaltung stattgefunden. „Die FDP fehlte, da wir offensichtlich aufgrund unserer kritischen Haltung zu diesem Umzug nicht eingeladen wurden“, sagt Rübhausen.

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