Quickborn : FDP kritisiert SPD: Verkürzung der Öffnungszeiten des Freibads unsinnig

Von der FDP-Fraktion hagelt es Kritik: Die Saison- und Öffnungszeiten des Bades anzutasten sei der falsche Weg, heißt es in einer Mitteilung.
Von der FDP-Fraktion hagelt es Kritik: Die Saison- und Öffnungszeiten des Bades anzutasten sei der falsche Weg, heißt es in einer Mitteilung.

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10. Februar 2015, 16:00 Uhr

Quickborn | Im Vorfeld des Ausschusses für kommunale Dienstleistungen, der Dienstagabend ab 19 Uhr im Sitzungsraum 1 des Quickborner Rathauses tagt, hat die FDP Stellung zu einem Antrag der SPD bezogen. Erneuter Streitpunkt: das Freibad. Die Sozialdemokraten fordern, das Freibad erst ab Mitte Mai in Betrieb zu nehmen und die Öffnungszeiten zu verkürzen – auf 10.30 bis 20.30 Uhr sowie 9 bis 20.30 Uhr während der Sommerferien. Zudem beantragt die SPD-Fraktion, die Eintrittspreise erneut anzupassen und bittet die Verwaltung darum, eine Lösung für Frühschwimmer auszuarbeiten.

Von der FDP-Fraktion hagelt es dafür Kritik: Die Saison- und Öffnungszeiten anzutasten sei der falsche Weg, heißt es in einer Mitteilung. „Richtigerweise wird von allen Seiten bemängelt, dass sich unsere Kinder zu wenig bewegen. Die Einschränkung der Nutzungszeiten des Freibads wird diese Entwicklung zusätzlich fördern“, sagte Annabell Krämer, Fraktionsvorsitzende der Liberalen.

Zudem sei diese Maßnahme wirtschaftlich unsinnig: „Temporäres Schließen würde die Kosten je Nutzungsstunde massiv ansteigen lassen“, so Krämer. Dem Ausufern des Defizits sei mit moderaten Preiserhöhungen und der Erschließung weiterer Einnahmequellen entgegenzutreten. Anstatt die Nutzungszeiten zu verkürzen, betont die FDP-Politikerin einen anderen Weg: „Wenn wir mehr als 300.000 Euro Defizit zu tragen haben, dann sollten wir die Möglichkeiten der Nutzung erweitern und voll ausschöpfen.“ Zudem fügt sie an: „Wir sollten nicht jedes Jahr wieder eine unnütze Diskussion darüber führen.“

Erst im vergangenen Jahr hatte der Rat die Eintrittspreise um durchschnittlich 6,4 Prozent angehoben. Der Grund: die gestiegenen Aufwendungen für die Freizeitanlage. Das Defizit wird aus der Stadtkasse bezahlt. Die SPD hatte damals bereits angekündigt, das Thema wieder zur Debatte zu stellen.

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