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Quickborner Tageblatt

11. Dezember 2017 | 05:25 Uhr

Quickborn : Fällaktion sorgt für Protest

vom
Aus der Redaktion des Quickborner Tageblatts

Großes Interesse an Ausschusssitzung. Entwurf sieht etwa 90 Wohneinheiten für Gertrudenhof vor.

shz.de von
erstellt am 21.Mär.2015 | 15:00 Uhr

Quickborn | Es ging lebhaft zu bei der Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung und Umwelt am Donnerstag in Quickborn. Im Mittelpunkt des Bürger-Interesses stand ein Papier zum Bebauungsplan Nummer 106 „Gertrudenhof“. Dieses Thema hatte zahlreiche Anlieger des Amselwegs und Vertreter des BUND mobilisiert, die ihren Unmut über gefällte Bäume auf dem 14.000 Quadratmeter großen Areal zum Ausdruck brachten.

Bürgermeister Thomas Köppl (CDU), Fachbereichsleiterin Friederike Lattmann und der städtische Baurat Felix Thermann nahmen zu allen Fragen Stellung. Bereits in seiner Einführung sagte Thermann: „Der Großbaumbestand auf dem Gelände hat bei der beabsichtigten Bebauung durch den Investor eine wichtige Bedeutung. In dem Bebauungsplan Nummer 106 für das Gebiet südlich der Feldbehnstraße soll verbindlich geregelt werden, was und wie in diesem Bereich gebaut werden kann.“

Vorwürfe aus dem Publikum, dort seien bereits große Bäume gefällt und ein kleiner Waldbestand in der Nachbarschaft zum Amselweg beseitigt worden, wurden von Köppl indirekt zurückgewiesen: „Quickborn hat keine Baumschutzsatzung, und eine Genehmigung der Forstverwaltung ist bei Baumfällarbeiten nicht nötig.“

Bäume seien auch durch eine Veränderungssperre nicht geschützt. Deshalb sei eine Vorgabe im Bebauungsplan wichtig, über den die Ratsversammlung letztlich zu entscheiden habe, so Köppl. Mit großem Interesse wurde die Vorlage der Verwaltung aufgenommen: Bebauung mit Mehrfamilienhäusern, wobei der Bedarf an kostengünstigem Wohnraum und Sozialwohnungen berücksichtigt werden soll.

Mehrfamilienhäuser mit Carport-Anlagen

Der Entwurf des Investors, der Quickborner Firma Schaffarzyk, sieht anderthalbgeschossige Wohngebäude und zweieinhalbgeschossige Mehrfamilienhäuser mit Carport-Anlagen vor. Auch dreigeschossige Gebäude sind geplant. Insgesamt 92 Wohneinheiten sollen demnach entstehen. Die Erschließung über die Feldbehnstraße sieht ebenerdige Parkplätze, eine Tiefgarage und eine öffentlich zugängliche Verbindung zum bereits bestehenden Fußweg an der Ostgrenze des Plangebiets vor. Die Ausschuss-Mitglieder betonten, dass ihnen die frühzeitige Unterrichtung der Öffentlichkeit wichtig sei.

Die Fraktionen von Bündnis 90/Die Grünen, der SPD und der FDP ließen über einen ergänzenden Antrag abstimmen. Zu klären seien die Bezeichnungen anderthalb- und zweieinhalbgeschossige Wohngebäude, außerdem die Höhe der Dachfirste der geplanten Wohngebäude.

Darüber hinaus wurde die Forderung laut, ein Kataster der noch auf dem Gelände verbliebenen Bäume zu erstellen. Der Antrag wurde angenommen und in den Aufstellungsbeschluss mit einbezogen. Bürgermeister Köppl versicherte den Anwesenden, dass bei der Planung nichts einfach durchgewunken werde. „Jetzt geht das Verfahren erst richtig los.“

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