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Kunst in Quickborn : Ex HSV-Star Rudi Kargus erklärt Mitarbeitern der Volksbank die Kunst

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Aus der Redaktion des Quickborner Tageblatts

Quickborn | Es war für die Mitarbeiter der Quickborner Volksbank ein Ausflug an ihre frühere Wirkungsstätte: die Räume in der Dorotheenstraße, die inzwischen zur Galerie umfunktioniert wurden. Gemeinsam mit Filialchef Paul Jaster verbrachte die Gruppe von etwa zehn Personen ihre Mittagspause in der Galerie, um sich dort von Künstler Rudi Kargus eines seiner Bilder näherbringen zu lassen.

„Wir haben seit der Eröffnung sehr interessante Besucher hier gehabt und dabei festgestellt, dass Quickborn zahlreiche kunstaffine Bürger hat“, berichtete Marianne Gehrcke, Vorsitzende des neu gegründeten Kunstvereins, bei der Begrüßung. Sie bat die Gäste, sich die Zeit zu nehmen, Kargus‘ großformatiges Werk mit dem Titel „Wall Kill“ eingehend zu betrachten.

„Es ist nicht einfach, die eigenen Bilder zu erklären, zumal dieses Werk bereits 2011 entstand und ich mich in meine damaligen Gedanken hineinversetzen muss“, sagte Kargus. Den Entstehungsprozess eines Motivs beschrieb Kargus so: „Ich sammle Fotos und Bilder, zum Beispiel aus der Zeitung, so ist mit der Zeit ein Fundus entstanden mit Motiven, die mich in irgendeiner Form berührt haben.“ So sei die Grundlage des Bildes „Wall Kill“ das Foto aus einem Zeltcamp von Demonstranten gewesen. „Das Motiv tritt dann zunächst in den Hintergrund. Ich gestalte Flächen, setzte Kontraste etwa mit grafischen Elementen, wähle Farben und probiere viel aus“, erläuterte der Künstler.

Dabei unterliege das Bild einer ständigen Veränderung, die sich über Monate ziehen könne. „Es passieren auch Unfälle, die ich dann wieder übermale“, sagte Kargus. Die Wirkung einer Perspektive stelle er dabei  durchaus über die anatomische Korrektheit. Wichtig sei ihm, dass dem Betrachter Raum bleibe für eine eigene Interpretation. „Ohne Ihre Erklärungen hätte ich das Gefühl, beim Betrachten des Bilds viel verpasst zu haben“, bedankte sich Jaster. „Es ist schon ganz viel und wichtig, sich überhaupt für Kunst zu interessieren“, lobte der Künstler die Besucher.

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erstellt am 07.Dez.2015 | 10:25 Uhr

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