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2016: Erster Eulenstädter : Erstes Baby des Jahres in Quickborn

vom
Aus der Redaktion des Quickborner Tageblatts

Janusz Krimilowski kam als Hausgeburt zur Welt – und damit als erstes Baby des Jahres in Quickborn.

Quickborn | Janusz Krimilowski interessiert sich nicht besonders für den Besuch, der am frühen Nachmittag kommt. Lieber schläft er friedlich in dem Tragetuch an der Brust von Mutter Birte. Warum auch auf den Trubel reagieren? Seinen Status als erster „echter“ Quickborner 2016 hat der knapp vier Wochen alte Säugling ohnehin sicher: Am 8. Januar kam Janusz Krimilowski per Hausgeburt zur Welt.

Quickborns Bürgermeister Thomas Köppl (CDU) und Standesbeamtin Sabine Schröder, die Janusz’ Geburt beurkundete, statteten der Familie gestern einen Besuch ab. Im Gepäck hatten sie Blumen für die Eltern Malte und Birte sowie einen kleinen Spielzeugdrachen. „Mit dem können hoffentlich beide was anfangen“, sagte Köppl und meinte damit Janusz’ Bruder Milan, der anderthalb Jahre jung ist.

Für den älteren Sprössling der Krimilowskis war die Geburt seines ersten Geschwisterchens vor etwa einem Monat kein besonderer Aufreger. „Milan hat nebenan geschlafen. Als er aufwachte, war Janusz schon da“, berichtet Vater Malte. Schon vor der ersten Niederkunft habe sie über eine Hausgeburt nachgedacht, erinnert sich Birte, medizinisch sei dies damals aber nicht möglich gewesen. „Beim zweiten Mal war alles in Ordnung, also haben wir gesagt, wir wagen es mal“, so die 32-jährige , die wie ihr zwei Jahre älterer Mann Malte dem Lehrerberuf nachgeht.

Am zweiten Freitag des Jahres, zirka um 13.35 Uhr, brachte sie mit der Hilfe der Norderstedter Hebamme Denise Voigt im eigenen Haus am Klingenberg, das die Familie seit fünf Jahren bewohnt, ihren zweiten Sohn zur Welt. Malte und sie blieben dem Prinzip treu, ihren Söhnen in Polen gebräuchliche Vornamen zu geben. „Wenn schon der Nachname polnisch ist, dann sollten auch die Vornamen dazu passen“, begründete Birte und Malte ergänzte lachend: „Anders als bei uns.“ Ob Milan und Janusz noch Geschwister kriegen werden, konnte gestern nicht abschließend geklärt werden. Ginge es nach Quickborns Bürgermeister, wäre dies der Fall, denn: „Milan und Janusz brauchen ja eigentlich noch eine Schwester“, befand Köppl augenzwinkernd.

Quickborn verfügt über keine Geburtenstation. Der Nachwuchs der Eulenstadt erblickt daher für gewöhnlich in umliegenden Krankenhäusern, etwa in  Pinneberg, Henstedt-Ulzburg oder Hamburg das Licht der Welt. Regelmäßig kommt es allerdings zu Hausgeburten. „2014 und 2015 gab es jeweils eine“, sagte Standesbeamtin Sabine Schröder. Ihrer Einschätzung nach könnten es in diesem Jahr mehr werden. „Die letzte Hausgeburt fand im Sommer statt – jetzt ist es ja noch früh im Jahr“, begründete Schröder ihre Annahme. Insgesamt werden  laut Verwaltung jährlich etwa 160 Babys neue Quickborner Bürger.
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erstellt am 04.Feb.2016 | 16:00 Uhr

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