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Quickborner Tageblatt

24. August 2017 | 07:17 Uhr

Erst Lehrgang, dann Prüfung

vom
Aus der Redaktion des Quickborner Tageblatts

Karate Bönningstedter Dojo holt sich Meister des 5. Dan für Feinschliff / Künftige Angebote sind in der Planung

„Für uns als Trainer gibt es keine schönere Belohnung“, sagte Frank Lüdicke am Ende des Tages, der im Dojo des Sportvereins Rugenbergen (SVR) ganz im Zeichen des Karatesports stand. „Alle Kinder waren sehr begeistert. Für viele war es eine neue Erfahrung, dass man sich selbst im Leben etwas erkämpfen kann, wenn nur der Wille stark genug ist. Ich denke, dass es sich auf ihr ganzes Leben auswirken wird“, erklärte der Spartenleiter der Bönningstedter Kampfkunst und Träger des 1. Dan.

Er hatte Sensei Matthias Beschnidt, 5. Dan aus dem Sendo Dojo in Hamburg für einen Karate-Lehrgang als Prüfungsvorbereitung auf die Kyu-, also Gurt-Prüfungen geholt. Trainiert wurde in zwei Gruppen: Weiß- bis Grüngurtanwärter und vom violetten Gürtel bis zum 1. Dan. Für beide Gruppen gab es zwei Übungseinheiten. In der ersten ging es jeweils um das Kihon, die Grundschule, bei der auf den exakten Stand und eine starke Ausführung der Techniken besonderes Augenmerk gelegt wurde. Beim Kihon Kumite, Kampfübungen mit Partner, kamen ein starker Angriff und eine dazu passende Abwehr mit Kiai-Schrei hinzu. Besonders wichtig ist die Einhaltung der richtigen Distanz sowie ein exaktes Abstoppen der Technik, um den Partner nicht zu verletzen.

In der zweiten Lehrgangseinheit kümmerte sich Beschnidt um die Katas der Karatekas. Es handelt sich dabei um eine festgelegte Abfolge von Kamptechniken gegen einen imaginären Gegner, die mit dem richtigen Timing ausgeführt werden müssen. „Karate erfordert sehr viel Disziplin“, sagte Lüdicke. Er kam vor drei Jahren als Trainer ins Bönningstedter Dojo, das heute 60 Karatekas zählt, davon 40 Kinder und 20 Erwachsene zwischen Weiß- und Braungurt. Zurzeit gibt es drei Anwärter auf den 1. Dan. Beschnidt war von den Teilnehmern begeistert. „Es gibt beim SVR eine sehr engagierte Breitensportsparte mit guten Grundlagen. Jetzt geht es um die Feinheiten“, sagte er. Gemeinsam mit Lüdicke plane er künftig regelmäßige Lehrgänge und das Angebot, alle sechs Monate eine Prüfung abzunehmen.

Nach dem Lehrgang bestanden alle 26 Teilnehmer, davon fünf Erwachsene, ihre jeweilige Prüfung im Anschluss. „Die Kinder waren aufgeregt, die Erwachsenen noch viel mehr. Es gab Kinder, von denen die Eltern nicht überzeugt waren, dass sie die Prüfung bestehen, weil sie Probleme mit der Koordination hatten und rechts und links verwechselten“, sagte Lüdicke. „Abends waren die Eltern sichtbar gerührt, stolz und teilweise sprachlos. Für mich als ihr Trainer einfach wunderbar.“

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