zur Navigation springen

WM-Bronze : Erfolgreiche Sport-Stackerin aus Quickborn

vom
Aus der Redaktion des Quickborner Tageblatts

Finja Hollin lässt beim Hochgeschwindigkeitsstapeln 110 Frauen hinter sich.

von
erstellt am 20.Apr.2016 | 16:15 Uhr

Quickborn | Finja Hollin aus Quickborn ist die schnellste Sport-Stackerin Deutschlands und die drittschnellste der Welt. Bei den Weltmeisterschaften Anfang April in Speichersdorf (Bayern) belegte die Elfjährige in der Gesamtwertung den dritten Platz der Frauen.

In den USA gehört das Stacking zum Schulunterricht. In Deutschland widmen sich diesem Sport nur rund 1000 Spieler. Je nach Disziplin stapeln sie neun bis zwölf Becher auf Zeit in bestimmten Figuren auf und ab. Finja trainiert seit vier Jahren, zurzeit täglich zwei Stunden lang – mit Erfolg:

Die Elfjährige nahm zum ersten Mal an Stacking-Weltmeisterschaften teil und holte in ihrer Altersklasse in den drei Einzeldisziplinen 3-3-3, 3-6-3 und Cycle sogleich jeweils Silber. Die Summe dieser Zeiten reichte, um als schnellste Deutsche und drittschnellste Frau der Welt über alle Alterklassen zu gelten. Auch ihr Cycle-Ergebnis war das drittbeste der Frauen. Diese Disziplin erfordert etwa 40 Handgriffe, die Finja in 6,186 Sekunden ausführte. Nicht zuletzt erreichte sie zusammen mit ihrer Staffelgruppe einmal Gold und zweimal Silber.

„Das war ihr bestes Turnier überhaupt“, berichtete ihr Vater Ralf Hollin. Im Vergleich zu den Deutschen Meisterschaften 2016 verbesserte Finja ihr Ergebnis um eine Zehntelsekunden. In Speichersdorf traten 270 Stacker, davon 113 Frauen, aus 21 Nationen gegeneinander an. Der älteste Teilnehmer war 77 Jahre alt. Finja genoss die Atmosphäre. „Es war neu, aber auch toll“, sagte sie. Durch den Wettbewerb habe sie Freunde in Hessen und Baden-Württemberg gefunden.

Besonders gern erinnert sie sich an die ausgelassene Stimmung bei dem Spaß-Wettbewerb Stack-Out, der außerhalb der Wertung lief. Jede Nation durfte einen Spieler stellen, die gegeneinander antraten. Finja ging für Deutschland an den Start. „Es ist voll das coole Gefühl, wenn man auf die Bühne kommt, und das ganze Land deinen Namen schreit“, berichtete sie. Die Quickbornerin belegte Platz 8 von 21.

Der US-amerikanische Grundschullehrer Bob Fox entwickelte die Sportart, um die Koordination und Konzentration von Kindern zu steigern. Die Herausforderung: Normalerweise bewegt sich ein Mensch so, dass der Rumpf der Richtung der Hände folgt. Aber beim Stacking darf er sich aus Zeitgründen nicht bewegen. Finja besucht eine sechste Klasse der Gemeinschaftsschule Rugenbergen in Bönningstedt. Sie berichtete, dass sie sich durch den Sport vieles besser merken kann.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen