Entertainer versteigert Grünzeug

Christian Andersen beim Erntedankfest der Awo

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16. Oktober 2018, 16:00 Uhr

Das Erntedankfest der Arbeiterwohlfahrt (Awo) in Quickborn-Heide gehört unverändert zu den Höhepunkten im Veranstaltungsjahr des Ortsvereins. 60 Besucher, darunter auch einige externe Gäste, hatten am Sonnabendnachmittag großen Spaß vor allem an der zweistündigen Versteigerung von erntefrischen Produkten, die Vorsitzender Hans-Joachim Borth eingekauft hatte. Wirsing- und Rosenkohl, Porree, Möhren, Sellerie und kleine Röstkartoffeln kamen unter den „Hammer“. Ergänzt wurde das Angebot durch gespendete Blumen und selbstgemachte Marmelade.

Angefangen hatte der Nachmittag in der Begegnungsstätte in der Ulzburger Landstraße mit einem gemütlichen Kaffeetrinken und selbstgebackenen Kuchen. Wegen des starken Andrangs saßen die Besucher ziemlich eng an herbstlich geschmückten Tischen. Borth dankte allen fleißigen Helfern für den großartigen Einsatz. Er schlüpfte an diesem Nachmittag einmal mehr in die Rolle des Küchen-Chefs, denn nach der Versteigerung gab es für alle Gäste einen deftigen Erntedank-Schmaus mit Zucchinisuppe vorweg und Leberkäse mit Stampfkartoffeln und Sauerkraut als Hauptgang.

Ganz besonders freute die Awo-Senioren, dass der Sänger und Entertainer Christian Andersen („Zwei weiße Schwäne auf dem Plöner See“) die beliebte Versteigerung durchführen konnte, nachdem ihn im Frühjahr eine Erkrankung gezwungen hatte, alle Termine abzusagen. Mit viel Humor und einfallsreicher Präsentation erzielte er Höchstgebote, wobei der Gedanke an den guten Zweck sicher auch eine Rolle spielte. Denn der Erlös, so bestätigte Borth, komme der Seniorenarbeit des Ortsvereins zugute. Und so erbrachte ein versteigerter Wirsingkohl fünf Euro. „So leb denn wohl, du frischer Kohl“, kommentierte Andersen poetisch und lachend. Für zwei selbstgemachte Gläser Marmelade (Johannisbeere und Mirabellen) wurden sogar sieben Euro ersteigert. „Wurzeln sind gut für die Augen“, wusste der Entertainer und fand auch spendable Abnehmer für dicke Sellerieknollen. „Sellerie gibt Kraft“, versprach er den grinsenden Männern. Als endlich auch das letzte Grünzeug zu einem guten Preis einen neuen Besitzer gefunden hatte, war Andersen sichtlich ausgepowert, aber sehr zufrieden. Ebenso wie Borth, der viel Lob für sein Essen und die gute Organisation bekam. Er und eine kleine Gruppe von Helfern trafen sich bereits am nächsten Tag erneut, dieses Mal allerdings, um die Begegnungsstätte wieder in den Urzustand zu versetzen.

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